Gutes Zwischenergebnis
MAN ist nicht zu stoppen

Der Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzern MAN hat ein excellentes zweites Quartal hinter sich. Das hat auch Auswirkungen auf das Jahresergebnis.

HB MÜNCHEN. Im zweiten Quartal lag der Umsatz mit 3,6 Mrd. Euro 7 Prozent über dem Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das operative Ergebnis sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 171 auf 273 Mill. Euro gestiegen. Damit übertraf MAN die Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem operativen Ergebnis von 242 Mill. Euro gerechnet hatten. Unter dem Strich blieben – inklusive der mittlerweile verkauften Druckmaschinen-Tochter MAN Roland – 198 nach 97 Mill. Euro übrig. Der Auftragseingang legte unter anderem wegen Vorzieheffekten aus der Einführung der Abgasnorm Euro vier im Oktober 2006 um 13 Prozent auf 4,65 Mrd. Euro zu.

Für das Gesamtjahr hob MAN-Chef Hakan Samuelsson die Prognose an. Der Umsatz von rund 13 Mrd. Euro im vergangenen Jahr werde voraussichtlich in der Größenordnung von 8 Prozent zulegen. Bisher war MAN von einem Umsatzplus um 5 Prozent ausgegangen. Das operative Ergebnis solle überproportional dazu steigen, die Umsatzrendite in die Nähe von 7,5 Prozent kommen. Die größte Sparte Nutzfahrzeuge werde das Ziel einer Umsatzrendite von 7 Prozent 2006 klar übertreffen, hieß es. Gründe seien die starke Lkw-Nachfrage sowie Kostensenkungen.

MAN hatte sich bereits nach dem ersten Quartal wegen des anhaltenden Booms auf dem europäischen Lkw-Markt überzeugt gezeigt, das ursprüngliche Ziel von 6 Prozent Umsatzrendite für das Gesamtjahr übertreffen zu können. „Wir profitieren von der guten Konjunktur, vor allem in den Wachstumsmärkten Transport, Antrieb und Energie, auf die wir den Konzern konzentriert haben“, sagte Samuelsson. Er hat die Münchener Gruppe auf vier Kernbereiche ausgerichtet und Randbereiche verkauft, zuletzt die Druckmaschinensparte MAN Roland.

Laut Samuelsson haben alle Sparten ihre operativen Ergebnisse um mehr als 50 Prozent gesteigert und lagen damit klar über den Erwartungen der Marktteilnehmer. Die Nutzfahrzeuge steigerten den Gewinn von 118 auf 161 Mill. Euro, die Dieselmotoren von 24 auf 50 Mill. Euro. Das Ergebnis der Turbomaschinen kletterte von 8 auf 18 Mill. Euro; die Industriedienstleistungen wiesen ein Gewinnplus von 18 auf 38 Mill. Euro aus.

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