Gyrus-Kauf soll Medizintechniksparte stärken
Olympus peilt Milliardenübernahme an

Der japanische Präzisionsgerätehersteller Olympus will 212 Mrd. Yen (1,3 Mrd. Euro) für den britischen Medizintechnikspezialisten Gyrus ausgeben. „Ein Ziel unseres Dreijahresplans ist der Aufbau einer Plattform für höheres Wachstum unserer Medizintechniksparte“, teilte Olympus am Montag mit. An der Gyrus-Gruppe reize die Japaner deren erwiesene Fähigkeit, Produkte von den Grundlagen zügig bis zur Marktreife zu entwickeln.

TOKIO. Das japanische Unternehmen will sein Barangebot von 630 Pence pro Aktie zum Teil durch Ausgabe einer Anleihe finanzieren. Das Gyrus-Management empfiehlt seinen Anteilseignern, das Angebot anzunehmen – Olympus bietet eine Prämie von 58 Prozent auf den Kurs vor Bekanntwerden des Übernahmeangebotes.

Olympus gilt bisher als starker Wettbewerber bei Geräten für die minimalinvasive Chirurgie. In diesem Geschäftsbereich hat Gyrus in den vergangenen Jahren eine Reihe von Neuerungen vorgestellt, die gut in das Angebot von Olympus passen würden. Systeme für minimalinvasive Chirurgie werden technisch derzeit schnell weiterentwickelt, was die Hersteller unter Druck setzt. Gyrus hat eine neue Generation von Geräten entwickelt, die beispielsweise den Einsatz von konzentrierter Hitze an der Operationsstelle vereinfachen. Der Arzt kann damit durch sein Endoskop kleine Mengen Gewebe abtragen. Der Chirurg kann so zum Beispiel schonend Bandscheiben operieren.

Olympus hat sich mehr auf die optische und mechanische Seite des Operierens durch kleinste Öffnungen konzentriert. „Die Kombination unserer technischen Fertigkeiten können wir in verbesserten Produkten umsetzen. Ich erwarte, dass diese es den Chirurgen ermöglichen, schließlich sicherere und effektivere Operationen durchzuführen“, sagte Olympus-Präsident Tsuyoshi Kikukawa. Wenn alles nach Plan laufe, sollte die Fusion bis Mitte 2008 abgeschlossen sein. Die Medizintechnik-Sparte von Olympus würde damit auf einen Umsatz von rund 360 Mrd. Yen anwachsen.

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