Haarpflegespezialist startet verhalten ins Geschäftsjahr
Wella-Kleinaktionäre sorgen für Turbulenzen

Im Zeichen von Protesten der Kleinaktionäre hat am Dienstag in Frankfurt die Hauptversammlung des Kosmetikherstellers Wella begonnen. Das Aktionärstreffen, auf dem Wella-Eigner Procter & Gamble über den Zwangsausschluss (Squeeze-Out) der Kleinaktionäre abstimmen lassen will, verlief turbulent.

HB FRANKFURT. Mehrere Kleinaktionäre verzögerten mit Anträgen und Zwischenrufen den Beginn der Hauptversammlung und die Rede Krämers. Sie wehren sich gegen das Ansinnen des Mehrheitsaktionärs, sie zwangsweise abzufinden, oder gegen die Höhe der Abfindung. Die Hauptversammlung wurde vorsichtshalber auf zwei Tage angesetzt. Die Aktionäre sollen auch eine Kapitalerhöhung um nominal knapp 33,8 Mill. Euro beschließen, die bis Ende 2010 Bar- und Sacheinlagen ermöglichen soll. Der US-Konsumgüterkonzern P&G hält 96,9 Prozent an Wella und will den außen stehenden Aktionären jeweils 80,37 Euro für ihre Stamm- und Vorzugsaktien bezahlen.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisierte die geplante Zwangsabfindung für die verbliebenen Minderheitsaktionäre als deutlich zu niedrig. P&G will damit die vollständige Kontrolle über das Darmstädter Unternehmen gewinnen.

Sinnvoll wäre eine Barabfindung zwischen 105 und 111 Euro, sagte DSW-Anwalt Horst Schlüchter. „Für die Aktionäre, die ihre Investition in Wella-Aktien als langfristige Anlage verstehen, ist heute ein schwarzer Tag“, fügte er hinzu.

Vorstandssprecher Alfred Krämer verteidigte den im Sommer 2004 mit P&G geschlossenen Beherrschungsvertrag. Dadurch könnten etwa bei Produktion, Logistik und Forschung die Stärken beider Unternehmen gebündelt und Überkapazitäten abgebaut werden. Im laufenden Geschäftsjahr würden Umsatz und Ergebnis wegen Umstrukturierungen deutlich niedriger als im Vorjahr ausfallen, sagte Krämer.

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