Hackerangriff auf Elektroautobauer

Ein Tesla gratis

Hacker führen Tesla vor. Mehrere Minuten lang übernehmen sie Homepage und Twitter-Account des Elektroautopioniers, verwirren die Kunden – und versprechen sogar einen Gratis-Tesla für jeden Anrufer.
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Das Model S von Tesla gibt es ab 70.000 Euro. Doch auf dem Twitter-Account wurde das Elektroauto umsonst angeboten - allerdings nur wegen eines Hacker-Angriffs. Quelle: AFP
Ein Model S umsonst?

Das Model S von Tesla gibt es ab 70.000 Euro. Doch auf dem Twitter-Account wurde das Elektroauto umsonst angeboten - allerdings nur wegen eines Hacker-Angriffs.

(Foto: AFP)

Palo Alto„Kostenloser Tesla – rufen Sie an: (630)....“ – die wenigsten Follower des US-Elektroautopioniers dürften wirklich erwartet haben, dass sie unter der unbekannten Nummer aus Illinois wirklich ein kostenloses Model S erwartet. Ganz offensichtlich war der Twitter-Account gehackt worden.

Der Account-Name des Elektropioniers war von den Unbekannten in der Nacht zu Samstag von Tesla Motors in #RIPPRGANG umbenannt worden. Und auch die Website von Tesla war in den Händen der Hacker: Wo sonst die Fahrzeuge des Konzerns angepriesen werden, blinkten bunte Bilder und verwirrende Botschaften. Ein Hack, der eigentlich als Skurrilität abgehakt werden könnte.

Für Tesla ist sie allerdings besonders unangenehm. Immerhin rühmen sich die Kalifornier, der technische Vorreiter der Branche zu sein. Erst kürzlich hatte das Unternehmen angekündigt, die eigenen Modelle schon bald autonom auf die Straße zu schicken. Doch der jüngste Hack dürfte Zweifel bei der Kundschaft nähren, dass sensible Fahrzeugdaten bei den Amerikanern in sicheren Händen sind, wenn sie nicht einmal den eigenen Twitter-Account und die Homepage schützen können.

Denn so kindisch wie der Hack auch daherkam: Er muss von langer Hand vorbereitet gewesen sein. Auch Gründer Elon Musk wurde von den Hackern aufs Korn genommen – sein privater Twitter-Account wurde geknackt. Als Profilbild verpassten die Unbekannten dem Tesla-Chef den James-Bond-Bösewicht Ernst Stavro Blofeld – einen Irren mit Weltherrschafts-Phantasien.

Der mehrfach verlinkte Twitterer @rootworx distanzierte sich via Twitter von dem Angriff. Der von den Hackern als Henry S. aus Ostrego, Illinois, bezeichnete Besitzer des Accounts vermutet einen finnischen Hacker hinter dem Angriff. Konsequenzen hatte der Hack für den Blogger dennoch. Sein Telefon stünde seitdem nicht mehr still, teilte er über Twitter mit. Ein Follower soll sogar persönlich bei ihm zuhause aufgetaucht sein, um seinen kostenlosen Tesla abzuholen.

Ein Blick in Teslas Model S
Tesla Model S 5
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Sieht so die Zukunft aus? Das Tesla Model S setzt neue Maßstäbe in Sachen Beschleunigung und Reichweite von batteriebetriebenen Elektroautos. Und die Limousine macht in der getesteten Performance-Variante (Grundpreis: 91.200 Euro, Standard mit geringerer Leistung und Reichweite ab 68.000 Euro) auch richtig Spaß. Handelsblatt Online ist intensiv Probe gefahren...

Tesla Model S 11
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Dezent und modern – die LED-Scheinwerfer und die schwarz abgesetzte Front fügen sich sehr gut ein in das zurückhaltend elegante Erscheinungsbild, das absolut in die europäische Oberklasse passt. Mit einer Breite von 2,19 Metern ist der Tesla allerdings breiter als jede S-Klasse.

Tesla Model S 14
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Besonders das Tesla-Logo ist bisher meist nur Autointeressierten bekannt. Benannt ist die Marke nach dem US-Physiker Nikola Tesla. Dieser hatte einst das Gleichstromsystem von Thomas Edison durch ein effektiveres Wechselstromsystem ersetzt.

Tesla Model S 6
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Die Kofferraumklappe fällt relativ groß aus. Mit einer Länge von 4,97 Metern und einem Radstand von 2,96 Metern liegt der Tesla souverän auf der Straße.

Tesla Model S 16
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Schon die Türen im Tesla sind einzigartig. Die Türgriffe versinken während der Fahrt und im Parkmodus in der Tür - und sorgen so für einen besonders niedrigen Luftwiderstand. Nähert man sich dem Auto, fahren sie automatisch wieder aus. Allerdings haben sie keine Sensoren und können beim automatischen Einfahren auch die Finger einklemmen - das sind halt Kinderkrankheiten der ersten Model S-Generation.

Tesla Model S 17
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Standardmäßig fährt das Model S auf 19-Zoll-Felgen mit Goodyear-Bereifung. Gegen 4.600 Euro Aufpreis sind wie beim Testwagen auch 21-Zoll-Felgen in Silber und grau erhältlich, die mit zwei Zentimeter breiteren Michelin-Sportreifen bezogen werden.

Tesla Model S 19
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Anders als in den USA verfügen die europäischen Teslas über einen Typ 2 Anschluss, der mit den meisten öffentlichen Ladestationen kompatibel ist. Darüber hinaus kann der Tesla an jeder haushaltsüblichen Steckdose geladen werden - allerdings deutlich langsamer.

In Deutschland läuft das Geschäft mit den bezahlten Tesla-Modellen dafür so gut wie nie: Im März 2015 konnte der Autobauer genau 211 Fahrzeuge ausliefern, so viel wie noch nie zuvor. Nach Angaben des Deutschland-Chefs Philipp Schröder sind damit 1.500 Model S auf deutschen Straßen unterwegs. Noch in diesem Jahr könnte Tesla ernsthaft ins Flottengeschäft einsteigen: Derzeit befindet sich eine eigene Leasinggesellschaft im Aufbau, die Geschäftskunden Angebote liefern soll.

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