Händler- und Servicenetz wird in Zukunft aus Peking heraus gesteuert
VW verlagert Aufgaben nach China

Der Wolfsburger VW-Konzern will sein Geschäft in China künftig direkt aus Peking heraus steuern.

hof ESSEN. „Dazu ist es nötig, Kompetenz von Deutschland nach China zu verlagern“, sagte der VW-Vorstandsvorsitzende Bernd Pischetsrieder am Donnerstag in Essen. Auch der Anteil an Entwicklungsleistungen, die in China erbracht werden, soll seinen Worten nach deutlich steigen. Außerdem wird das chinesische Händler- und Servicenetz in Zukunft aus Peking heraus gesteuert.

VW reagiert damit auf die steigende Bedeutung des chinesischen Marktes. Die Planungen sind zudem eine Konsequenz aus Ankündigungen der chinesischen Regierung, dass im Jahr 2010 rund die Hälfte der in China verkauften Fahrzeuge auch dort entwickelt werden müssen. „Der Trend zum Aufbau einer nationalen chinesischen Autoindustrie ist nicht aufzuhalten. Daher werden wir versuchen, auf den Trend aufzuspringen“, sagte Pischetsrieder.

Bis 2010 sollen nach Schätzungen des Prognose-Instituts B & D Forecast in China zwischen 5 und 6 Millionen PKWs jährlich verkauft werden, annähernd dreimal so viele wie im vergangenen Jahr. Zur Mitte des Jahrzehnts wird der chinesische Markt den deutschen beim Volumen überholt haben. VW hat bereits 2003 in China mehr Autos verkauft als auf dem Heimatmarkt. Insgesamt ist der Konzern mit einem Marktanteil von rund einem Drittel und 700 000 verkauften Fahrzeugen unangefochtener Marktführer. Diese Position gilt es zu verteidigen: Im Herbst 2003 haben die Wolfsburger gemeinsam mit ihren Joint-Venture-Partnern Investitionen in China in Höhe von mehr als 6 Mrd. Euro angekündigt. Drohende Überkapazitäten will Pischetsrieder dadurch vermeiden, dass er aus China Autos nach Thailand, Australien und Japan exportiert. Marktbeobachter rechnen damit, dass VW für dieses wichtige Geschäft eine eigene Gesellschaft gründen wird.

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