Hafen- und Lagerhausgesellschaft HHLA peilt eine Aktienplatzierung für 2007 an
Hamburger Hafen wappnet sich für Börse

Klaus-Dieter Peters, der Chef der Hamburger Hafen- und Lagerhaus-AG (HHLA), trimmt sein Unternehmen für den Gang an die Börse. „Wir wollen Anfang 2007 die Börsenreife erreichen“, sagte HHLA-Vorstandsvorsitzende dem Handelsblatt.

HAMBURG. Bereits 2006 soll der Geschäftsabschluss auf die Internationalen Rechnungslegungsstandards IAS umgestellt werden, um die Bilanz für internationale Investoren transparent zu machen.

Wann und mit welchem Anteil die HHLA an den Kapitalmarkt geht, ist noch unklar. Die Stadt Hamburg hält alle Anteile an der führenden Umschlagsgesellschaft für Container in Deutschland. Der Senat hat dem Vorstand signalisiert, maximal 49 Prozent an die Börse zu bringen, heißt es aus Kreisen der HHLA. Doch der Senat hält sich hierzu bedeckt: „Es ist keine Entscheidung für einen Börsengang gefallen“, sagte ein Sprecher der Hamburger Wirtschaftsbehörde.

Das Kapital aus einem Börsengang könnten die Hamburger gut gebrauchen. HHLA-Chef Peters will in den nächsten sieben Jahren rund 800 Mill.Euro in den Ausbau der drei bestehenden Container-Terminals Burchardkai, Tollerort und Altenwerder sowie in die Hinterland- Verkehre investieren. „Wir wollen die Kapazitäten an den Container- Terminals von fünf auf zehn Millionen Einheiten bis 2012 verdoppeln“, sagt er.

Der Ausbau der Kapazitäten ist für die HHLA wichtig. Durch den Boom an den asiatischen Märkten sowie im Ostseeraum ist der Containerumschlag im Hamburger Hafen kräftig gestiegen. Er soll 2004 um rund 15 Prozent auf sieben Mill. Standardcontainer (TEU) wachsen. 2005 sollen es weitere zwölf Prozent Plus sein. „Die starke Expansion im Hamburger Hafen beruht vor allem auf Verkehren aus Fernost, weil die Nachfrage Chinas nach Investitions- und Konsumgütern deutlich zugenommen hat“, erläutert ein Sprecher des Unternehmensverbands Hafen Hamburg.

An dieser Entwicklung will die HHLA teilhaben, um den Marktanteil von 66 Prozent zu halten und langfristig auszubauen. So rechnet der Vorstandschef 2004 bereits damit, dass der Containerumschlag um mehr als 18 Prozent auf 4,7 Mill. TEU steigt.

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