Halbahres-Zahlen
Deutsche Autobauer haben gut zu tun

Weil deutsche Autos im Ausland weiterhin stark gefragt sind, befindet sich die heimische Autoindustrie auf Rekordkurs. Die Branche erwartet das vierte Jahr in Folge Bestmarken bei Export und Produktion. Selbst vom schwierigen deutschen Automarkt kommen positive Signale.

HB FRANKFURT/MAIN. „Der nochmalige Exportschub bei Pkw stellt die eigentliche erfreuliche Überraschung des ersten Halbjahres 2006 dar und ist die beste Visitenkarte für unsere erfolgreiche Modellpolitik“, sagte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Bernd Gottschalk, am Donnerstag bei der Vorstellung der Zwischenbilanz. Im Inland fahre die Pkw-Konjunktur dagegen noch immer nicht mit „voller Kraft voraus“.

Der Verband hob seine Jahresprognose für den Heimatmarkt dennoch leicht an und rechnet nun mit etwa 3,4 Mill. Neuzulassungen in Deutschland nach 3,34 Mill. im Vorjahr. Im vergangenen Dezember bei der Vorstellung der Jahresprognose war der Verband noch von 3,35 Mill. ausgegangen. Während die private Nachfrage wegen der Explosion der Spritpreise und hoher Abgabenlast stagniere, wachse der gewerbliche Sektor. Unter dem Strich stieg die Zahl der Neuzulassungen im ersten Halbjahr daher um 1,4 Prozent auf knapp 1,74 Mill. Pkw. Ohne den gewerblichen Sektor sähe es auf dem deutschen Markt weitaus schwieriger aus, betonte Gottschalk. Er stellte positiv heraus: „Es gibt kaum ein Segment, in dem wir nicht die Marktführerschaft haben.“

Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), das seine Zahlen parallel vorlegte, waren vor allem kleine, kostengünstige Autos gefragt, die ein Plus von 34 Prozent verzeichneten. Doch auch das oberste Marktsegment legte um 11 Prozent zu. Für das Gesamtjahr rechnet die Behörde mit einem Wachstum des Marktes von mindestens 2 Prozent.

Der Marktanteil deutscher Fabrikate hat sich bei 63,6 Prozent eingependelt und gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Marktführer VW (plus 8,8 Prozent), Porsche (plus 3,6 Prozent) und Audi (plus 2,8 Prozent) bauten ihre Marktposition aus, während Smart (minus 30,6 Prozent) deutlich zurückfiel. Auch BMW/Mini (minus 3,7 Prozent) und Mercedes (minus 1,5 Prozent) mussten Rückgänge hinnehmen. Unter den ausländischen Herstellern rückt Toyota (plus 4,3 Prozent) zunehmend an Renault (minus 15,6 Prozent) heran, die bislang stärkste Importmarke. Beide erreichen einen Marktanteil von 4,3 Prozent.

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