Halbierung bis 2015
Netzbetreiber stehen vor einer Fusionswelle

Die verschärfte Regulierung der Nutzungsentgelte durch die Bundesnetzagentur wird massive Auswirkungen auf die Stromnetzbetreiber haben. Laut einer Studie wird sich die Zahl der 1 100 Betreiber in den nächsten sieben Jahren halbieren. Auf regionaler Ebene hat der Prozess schon begonnen. Experten sprechen von einer sinnvollen Marktbereinigung.

juf. BERLIN.Die Zahl der Strom- und Gasnetzbetreiber in Deutschland wird sich einer aktuellen Studie zufolge bis 2015 mehr als halbieren. „Die Branche muss sich auf eine Konsolidierungswelle vorbereiten“, sagt Stephan Werthschulte, Energieexperte der Unternehmensberatung Accenture. Durch die sich verschärfende Regulierung durch die Bundesnetzagentur würden die Versorger auf breiter Front zu Zusammenschlüssen ihrer Netze gezwungen,

Hintergrund ist die neue Anreizregulierung, die Anfang 2009 in Kraft treten wird. Die Bundesnetzagentur wird dann den derzeit noch rund 1 100 Netzbetreibern Obergrenzen für die Entgelte vorgeben, die sie für die Nutzung ihrer Leitungen in Rechnung stellen dürfen, und die dann immer weiter abgesenkt werden soll. Bereits jetzt hat sie die Entgelte in individuellen Bescheiden deutlich gekürzt. Nach den Worten von Stefan Dohler, Geschäftsführer von Vattenfalls Netztochter ist der Druck auf Personalkosten und Effizienz so groß, dass er an die Substanz geht. Erste Zusammenschlüsse auf lokaler Ebene hat es auch bereits gegeben, weitere sind geplant.

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