Halbjahres-Bilanz
Gerry Weber verdient gut an eigenen Läden

Der Modekonzern Gerry Weber hat in seinem ersten Geschäftshalbjahr 2005/2006 von seinen eigenen Läden profitiert. Nicht zuletzt durch den direkten Zugang zum Kunden legte der Gewinn überproportional zu. Auch die nächste Saison ist schon so gut wie in trockenen Tüchern.

HB DÜSSELDORF. Im Zeitraum November bis April sei der Umsatz um 11,1 Prozent auf 210,4 Mill. Euro gestiegen, teilte das im Kleinwerteindex SDax notierte Unternehmen am Montag im westfälischen Halle mit. Effizienzverbesserungen hätten den operativen Gewinn (Ebit) überproportional um 12,7 Prozent auf 17,8 Mill. Euro steigen lassen. Die Ebit-Marge kletterte von 8,3 auf 8,5 Prozent. Mit einem Plus von rund 22 Prozent auf 10,3 Mill. Euro erhöhte sich der Überschuss noch deutlicher.

Der Unternehmensbereich mit der größten Dynamik sei wiederum das Geschäft mit den eigenen Läden „Houses of Gerry Weber“ gewesen, deren Erlöse im Inland um knapp 32 Prozent stiegen. In den vergangenen Monaten eröffnete Gerry Weber 18 neue Geschäfte und betreibt von den insgesamt nun 120 Niederlassungen 44 in Eigenregie und 76 durch Franchisepartner. Der Konzern will mittelfristig 300 bis 400 „Houses of Gerry Weber“ in zentralen Lagen in Metropolen betreiben, zwei Drittel davon im Ausland. Im Februar war etwa ein Geschäft in der Londoner Regent-Street eröffnet worden. Zudem will Gerry Weber Läden an hochfrequentierten Standorten wie Flughäfen oder modernen Bahnhöfen eröffnen. Ein Pilotprojekt liege am neu umgebauten Hauptbahnhof in Berlin, hieß es.

Gerry Weber bekräftigte zugleich die Prognose, im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 395 auf 440 Mill. Euro und einen Anstieg der Ebit-Marge auf 10,5 Prozent erreichen zu wollen. Die Bestellungen für die Herbst-Winterkollektion hätten kräftig zugelegt. So stiegen die Order für die Hauptmarke Gerry Weber um 24,4 Prozent; die Bestellungen für die Kollektionen der Marke Taifun verzeichneten ein Plus von 83 Prozent, von Samoon 42,9 Prozent.

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