Halbjahres-Bilanz
Nestle macht gutes Geschäft in Übersee

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestle hat bei Gewinn und Umsatz im ersten Halbjahr zugelegt. Das lag vor allem am guten Abschneiden in Nord- und Südamerika. In Europa läuft es dagegen für die Schweizer mau.

HB ZÜRICH. Der Reingewinn erhöhte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 11,4 Prozent auf 4,151 Mrd. sfr, wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab. Damit wurden die Erwartungen der Finanzanalysten übertroffen. Der Umsatz stieg um 11 Prozent auf 47,138 Mrd. sfr.

Nestle-Konzernchef und -Verwaltungsratspräsident Peter Brabeck-Letmathe sprach laut der Mitteilung von einem hervorragenden Ergebnis sowie einem ausgezeichneten Niveau beim Wachstum und der Gewinnmarge. Er gab sich zuversichtlich, dass Nestle im gesamten Jahr 2006 ein organisches Wachstum am oberen Ende der Zielspanne von 5 bis 6 Prozent sowie eine Verbesserung der Marge bei konstanten Wechselkursen erreichen wird.

Beim so genannten internen Realwachstum, das das Umsatzwachstum allein über die Menge ausweist, erzielte der Konzern im ersten Halbjahr mit 4,8 Prozent einen Rekord. Positive Währungseffekte weiteten den Umsatz um 4,7 Prozent aus. Preiserhöhungen spielten beim Umsatzanstieg mit 1,6 Prozent eine kleinere Rolle.

In Europa erzielte Nestle mit 2,5 Prozent auf 12,833 Mrd. sfr das niedrigste organische Wachstum im Vergleich zu anderen Regionen. Preiserhöhungen konnte Nestle dort kaum durchsetzen: „Preisanpassungen hinkten dem Kostendruck, der vor allem bei Rohkaffe, Zucker und Energie merkbar wurde, leicht hinterher“, so der Konzern. Die Ebit-Marge sank so weiter von 11,8 auf 10,9 Prozent. Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Konzern allerdings eine wieder steigende Marge.

Im Nord- und Südamerika konnte Nestle dagegen die Marge dank des Speiseeis-Geschäftes weiter verbessern und zwar um 40 Basispunkte auf 13,7 Prozent. Die Umsätze nahmen dort um 6,9 Prozent auf 14,576 Mrd. sfr zu.

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