Halbjahres-Bilanz
RWE wird vorsichtiger

Obgleich der Energiekonzern RWE im ersten Halbjahr seinen Gewinn steigern konnte, nimmt er seine Prognose für das Gesamtjahr zurück. Grund sind nicht zuletzt Probleme in seiner Wasserversorgungs-Sparte.

HB ESSEN. Während RWE am Donnerstag seine Jahresprognose von 5 bis 10 Prozent Wachstum beim betrieblichen Ergebnis bekräftigte, schränkte der Konzern seine Erwartungen für den Nettogewinn ein. RWE rechne nun „mit einem Wert am unteren Rand“ des bisher erwarteten Wachstums von 10 bis 20 Prozent, hieß es. Als Grund nannte das Unternehmen unter anderem, dass die Erwartungen für das betriebliche Ergebnis der Sparte Energy und des Wasserbereichs angepasst werden müssten. Im Wassergeschäft, von dem sich RWE fast vollständig trennen will, sank das betriebliche Ergebnis im Halbjahr um 10 Prozent auf 555 Mill. Euro.

Insgesamt steigerte RWE das betriebliche Ergebnis von Januar bis Juni um 19 Prozent auf 4,104 Mrd. Euro und lag damit etwas über den Erwartungen der Analysten. Das Nettoergebnis verbesserte der Konzern um 16 Prozent auf 1,659 Mrd. Euro. Der Umsatz stieg auch wegen höherer Preise für Strom, Gas und Wasser um 17 Prozent auf 24,331 Mrd. Euro.

Seine neue Prognose für das Nettoergebnis stellte RWE unter den Vorbehalt, dass die Belastungen durch die Regulierung des Strommarkts nicht über das Erwartete steigen. Es seien bereits Rückstellungen in der Prognose berücksichtigt worden. Die gesamte Auswirkungen der Regulierung sei aber noch nicht absehbar, hieß es. Die Bundesnetzagentur hatte kürzlich die Gebühren für die Stromdurchleitung im Hochspannungsnetz der RWE Transportnetz Strom GmbH gesenkt, wodurch der Konzern Umsatzeinbußen in einem „hohen zweistelligen Millionenbereich“ erwartet. In den kommenden Wochen werden weitere Entscheidungen der Behörde zu Tochtergesellschaften von RWE erwartet.

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