Halbjahres-Bilanz
Teure Uhren beflügeln Luxuskonzern Richemont

Der Luxusgüterkonzern Richemont hat ein Halbjahres-Ergebnis 2005/2006 vorgelegt, dass über den Analystenschätzungen lang.

HB ZÜRICH. Der Überschuss der Gruppe lag wegen der Umstellung auf die Rechungslegung IFRS und wegen Sondereffekten im Vorjahr mit 529 Mill. Euro zwar 27 Prozent unter dem Vorjahr, aber über den Analystenerwartungen. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 1,99 Mrd. Euro, wie Richemont am Donnerstag weiter mitteilte. Die Beteiligung an British American Tobacco trug 259 Mill. Euro zum Halbjahres-Gewinn der Gruppe bei.

In seiner Schmucksparte, zu der die wichtigste Marke Cartier gehört, steigerte Richemont die Verkäufe um 14 Prozent. Die operative Marge verbesserte sich um 4 Prozentpunkte auf 27,3 Prozent. Dank des Markterfolgs neuer Uhrenmodelle wie Piagets Possession nahm der Umsatz der Uhrensparte um 23 Prozent zu, was sich auch in einem Anstieg der operativen Marge von 17 Prozent im Vorjahr auf 22,6 Prozent niederschlug.

Die gesamte Gruppe steigerte so den Betriebsgewinn (Ebit) um 68 Prozent auf 334 Mill. Euro. Obwohl sich das Umsatzwachstum im Oktober verlangsamte, sei es mit 10 Prozent besser ausgefallen als davor, so Executive Chairman Johan Rupert in der Medienmitteilung. Er zeigte sich zuversichtlich, dass der Konzern mit seinem Luxusgütergeschäft einen guten Umsatzanstieg und Betriebsgewinn im Gesamtjahr erziele.

Der Turnaround bei der Leder- und Herrenmarke Dunhill geht offenbar nur schleppend voran: Während sich der Umsatz um 4 Prozent steigerte, verbuchte die Marke einen Verlust im Rahmen des Vorjahres von 20 Mill. Euro. Bei der Ledermarke Lancel ergab sich dagegen ein positiveres Bild: Hier stiegen die Verkäufe um 11 Prozent und der operative Verlust verringerte sich auf 6 Mill. Euro.

Mit Blick auf die Regionen wurde im Halbjahr das stärkste Umsatzwachstum mit 21 Prozent auf dem amerikanischen Kontinent erzielt. In Japan - nach wie vor das weltweit größte Absatzgebiet für Luxusgüter und eben auch ein sehr wichtiger Markt für Cartier - stiegen die Verkäufe um 11 Prozent. Europa, wo Richemont nach eigenen Angaben 42 Prozent seines Umsatzes verbucht, kletterten die Umsätze um 14 Prozent.

Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Halbjahresgewinn von nur 515 Mill. Euro und einem Ebit von lediglich 291 Mill. Euro gerechnet. Die Umsatzerwartungen wurden genau getroffen.

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