Halbjahres-Zahlen
Bei Leica drohen Entlassungen

Zur Halbzeit des Geschäftsjahres 2005/2006 (30. September) legte Leica enttäuschende Zahlen vor. Der traditionsreiche Kamerahersteller kommt einfach nicht aus den roten Zahlen heraus. Die Mitarbeiter müssen es nun vielleicht büßen. Gleichwohl gibt es Lichtblicke im Sortiment.

HB SOLMS. „Es besteht die Möglichkeit, dass es zu einem Personalabbau kommen wird“, sagte Unternehmenssprecher Gero Furchheim am Dienstag. Er könne nicht ausschließen, dass es dabei auch zu Entlassungen in Deutschland komme. Angesichts laufender Gespräche wollten sich weder das Unternehmen noch der Betriebsrat dazu äußern, wie viele Stellen gestrichen werden könnten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 996 Mitarbeiter, davon 400 in Solms bei Wetzlar. Mit einem Abschluss der Gespräche mit dem Betriebsrat rechnet Furchheim „in wenigen bis mehreren Wochen“.

Leica hatte den Umschwung zur Digitalfotografie verschlafen und zu lange auf seine klassischen Kleinbildkameras gesetzt. Das führte in die tiefste wirtschaftliche Krise seit dem Börsengang 1996.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres kletterte der Umsatz zwar um 6,7 Prozent auf 48 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis sei mit einem Verlust von 1,9 Millionen Euro aber „weiterhin unbefriedigend“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus beim Betriebsergebnis allerdings noch bei 4,1 Millionen Euro. Der Verlust nach Steuern konnte um 2,8 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro reduziert werden.

Erst Ende August hatte sich Leica überlebenswichtiges neues Kapital gesichert und konnte seine Sanierung angehen. Nach der Kapitalerhöhung halten die beiden Großaktionäre inzwischen mehr als 70 Prozent an der Firma: Der französische Luxusgüterkonzern Hermès besitzt 36,2 Prozent (vorher: 31,5), die österreichische ACM 35,8 Prozent (27,2).

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