Halbjahres-Zahlen
Sanofi-Aventis' Gewinnplus enttäuscht

Der französische Pharmariese Sanofi-Aventis konnte seinen Halbjahres-Umsatz steigern. Vor allem das USA-Geschäft und seine Thrombose- und Krebsmedikamente bescherten dem Konzern gute Zahlen. Analysten hatten aber insgesamt mehr erwartet.

HB PARIS. Der drittgrößte Pharmakonzern der Welt konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 7,4 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro steigern. Bereinigt um verkaufte Firmen und Produkte entspreche dies einem Anstieg um elf Prozent, teilte Sanofi-Aventis am Dienstag in Paris mit. Die Pharmasparte steigerte ihren bereinigten Umsatz um elf Prozent auf 12,4 Milliarden Euro. Das Geschäft mit den 15 wichtigsten Produkten wuchs um 17,3 Prozent und erwirtschaftete 7,8 Milliarden Euro.

Zwar sorgte vor allem das gute Geschäft in den USA für das Umsatzplus, von dort kommen aber auch schwerwiegende Probleme auf Sanofi zu. Im Juni entzog ein US-Gericht dem Konzern das bis 2012 laufende Patent für das mit 1,02 Milliarden Euro umsatzstärkste Medikament Lovenox. Wird das Urteil nicht in höherer Instanz gekippt, könnten Nachahmerprodukte Sanofis Antithrombosemittel Konkurrenz machen. Auch für den Blutverdünner Plavix, mit 974 Millionen Euro Umsatz das zweitwichtigste Medikament von Sanofi-Aventis, ist der Patentschutz gefährdet.

Die Sparte Impfstoffe, deren Erhalt in Frankreich das Hauptargument der französischen Regierung für den Zusammenschluss war, legte um 10,4 Prozent auf 702 Millionen Euro zu.

Analysten hatten allerdings insgesamt ein etwas stärkers Umsatzwachstum erwartet. Vor allem gegenüber dem umsatzstärksten Präparat des Konzerns Lovenox waren die Erwartungen höher. Die Sanofi-Aktie verlor im frühen Börsenhandel ein Prozent und fiel auf 69,75 Euro.

Einen Geschäftsausblick wagte der Konzern nicht. Bislang hatte Sanofi-Aventis prognostiziert, dieses Jahr stärker wachsen zu wollen als der Pharmamarkt insgesamt und für das Gesamtjahr 2005 einen Zuwachs beim Gewinn je Aktie wie im Vorjahr von rund 18 Prozent in Aussicht gestellt.

Der Pharmariese war im August 2004 entstanden, nachdem der französisch-deutsche Aventis-Konzern durch den kleineren französischen Rivalen Sanofi-Synthelabo übernommen wurde.

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