Halbjahresbericht erwartet
Vattenfall verliert bei deutschen Endkunden

Der viertgrößte Energieversorger Deutschlands, Vattenfall Europe, hat einem Medienbericht zufolge im ersten Halbjahr 2007 einen Absatzrückgang im Endkunden-Geschäft verzeichnet. Das Unternehmen legt am Donnerstag seine Halbjahreszahlen vor. Bisher sind allerdings die Probleme in den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel darin nicht berücksichtigt.

HB BERLIN/DÜSSELDORF. Die „Welt“ berichtet aus dem Halbjahresbericht, der am Donnerstag offiziell vorgestellt wird, dass Vattenfall einen Absatzrückgang im Endkunden-Geschäft von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen musste. In den Zahlen sei noch nicht der rapide Kundenverlust nach der Preiserhöhung zum 1. Juli erfasst.

Auch die Probleme in den Kernkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel Ende Juni sind dem Bericht zufolge noch nicht in den Unternehmenszahlen berücksichtigt. Vattenfall Europe gehört dem schwedischen Staatskonzern Vattenfall.

Aus den Unterlagen geht laut „Welt“ hervor, dass zwischen Januar und Juni der Stromabsatz an „Vertriebskunden“ von 24 Terrawattstunden (TWh) auf 21,8 TWh zurückging. Auch der Absatz am Großhandelsmarkt sank im gleichen Zeitraum um rund vier Prozent auf 41 TWh. In der Stromerzeugung musste Vattenfall Europe ein Minus von rund sieben Prozent auf 39,5 TWh hinnehmen.

Insgesamt konnte Vattenfall Europe aber seinen Gewinn vor Steuern bei 957 Mill. Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau stabilisieren, wie das Blatt meldete. Der Grund seien höhere Erlöse im Großhandel, hieß es. Der Umsatz lag dagegen mit 6,3 Mrd. Euro um rund 700 Mill. Euro über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzsteigerung war demnach nahezu allein auf den erhöhten Absatz von Strom aus Erneuerbaren Energien zurückzuführen. Nach Abzug von Sondereffekten blieb Vattenfall Europe ein Gewinn nach Steuern von 622 Mill. Euro im ersten Halbjahr - gegenüber 567 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen kündigte laut „Welt“ an, dass der Gewinn bis zum Ende des Jahres über dem Vorjahresniveau von 1,3 Mrd. Euro liegen werde.

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