Halbjahresbilanz
Bahnindustrie erreicht Rekordumsatz

Die Bahnindustrie in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2010 einen Rekordumsatz erzielt. Allerdings trübt der Blick nach vorne diese Bilanz: Es mangelt an Investitionen in die Schienenwege.
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HB BERLIN. Die Bahnindustrie erwirtschaftete mit 5,5 Mrd. Euro rund 12,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte der Verband der Bahnindustrie (VDB) mit. Die neuen Aufträge lägen mit einem Plus von gut zwei Prozent allerdings nur leicht über dem Stand des ersten Halbjahrs 2009, das von der Wirtschaftskrise geprägt war. „Die schwache Auftragslage lässt aber noch nicht erkennen, ob damit auch die Trendwende geschafft ist“, sagte VDB-Präsident Klaus Baur. Vor allem dem deutschen Markt fehle es an Dynamik.

Während der Fahrzeugmarkt in Deutschland noch zufriedenstellend sei, fehle es an Investitionen in die Schienenwege, sagte Baur. Im ersten Halbjahr seien die Bestellungen hier um 14 Prozent zurückgegangen. Die angekündigten Investitionen der Deutschen Bahn lägen zehn Prozent unter Plan. Dadurch wachse das Anlagenalter des deutschen Schienennetzes weiter und die Effizienz sinke, kritisierte Baur.

Die Auftragslage in Deutschland könnte sich allerdings 2010 deutlich verbessern, wenn der erwartete Großauftrag der Bahn für die neuen ICx-Züge erteilt werden. Das Auftragsvolumen für 300 Züge, die zunächst den IC ersetzen sollen, wird auf bis zu sechs Mrd. Euro geschätzt. Die Bahn ist hier seit längerem in Verhandlungen mit Siemens.

Die Bahnindustrie hat ihren weltweiten Schwerpunkt in Deutschland. Die Beschäftigtenzahl liegt 2010 weiter bei rund 45 000.

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