Halbjahresbilanz des VDA
„Abwracker“ kaufen vor allem deutsche Autos

Die Abwrackprämie nutzt vor allem ausländischen Autobauern? Stimmt nicht, zeigt die Halbjahresbilanz des Branchenverbandes VDA. Demnach sind etwas mehr als die Hälfte der verkauften Fahrzeuge Fabrikate deutscher Hersteller oder von deren Töchtern. Zu den beliebtesten Modellen gehört: ein Opel.

HB FRANKFURT. Die Abwrackprämie hat in Deutschland mehrheitlich zum Kauf heimischer Automarken geführt. Etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) der durch den Absatzanreiz verkauften Fahrzeuge sind Fabrikate deutscher Hersteller oder von deren Töchtern, bestätigte am Samstag ein Sprecher des Branchenverbandes VDA. Damit seien Befürchtungen widerlegt worden, die Prämie werde vor allem den ausländischen Produzenten zugutekommen, die weit mehr billige Kleinwagenmodelle herstellen. Seine Halbjahresbilanz will der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Donnerstag vorlegen.

Dem Nachrichtenmagazin "Focus" zufolge standen in der Käufergunst VW Golf, Skoda Fabia, VW Polo, Opel Corsa und Ford Fiesta ganz oben. Die deutschen Premiumhersteller hätten dagegen von der Prämie nicht profitiert. Dem Vorabbericht zufolge signalisiert die Statistik auch einen umweltpolitischen Effekt. Durch den Kleinwagenverkauf habe sich bei allen Neuzulassungen der durchschnittliche CO2-Ausstoß auf 155 von 166 Gramm je Kilometer reduziert.

In Deutschland zahlt der Staat Neuwagenkäufern 2 500 Euro für die Verschrottung ihres Altautos. Dies trieb die Zulassungszahlen drastisch in die Höhe. Allein im Mai lag das Plus bei 40 Prozent. Die Auto-Importeure rechnen mittlerweile mit einer deutlich höheren Gesamtabsatz in diesem Jahr.

Kritiker der Prämie befürchten, dass nach deren Ablaufen zum Jahresende die Verkäufe wieder einbrechen. VDA-Präsident Matthias Wissmann hält dem entgegen, dass ein anziehender Export infolge der erhofften wirtschaftlichen Erholung eine Nachfrageschwäche im Inland wettmachen könnte.

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