Halbjahresbilanz
Roche sieht sich auf Kurs

Der Schweizer Pharmariese Roche sieht seine Erwartungen an 2014 bestätigt. Der Kerngewinn je Genussschein und Inhaberaktie, stieg um sieben Prozent. Dennoch bleibt unter dem Strich weniger Reingewinn als im Vorjahr.
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ZürichDie Stärke des Franken hat dem Schweizer Pharmariesen Roche das erste Halbjahr vermiest. Der Umsatz lag mit 22,97 Milliarden Franken (18,91 Milliarden Euro) um ein Prozent unter dem Vorjahreswert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Geschuldet ist das der Schwäche von Dollar, Yen - in den USA und Japan setzt der Konzern viel ab. Unter dem Strich stand nach sechs Monaten 5,64 Milliarden Franken Reingewinn - ein Minus von sieben Prozent. Roche nahm Wertberichtigungen in der Diagnostiksparte vor. Operativ dagegen lief es nach Plan.

Unter Ausschluss von Wechselkurseffekten wuchs der Umsatz um fünf Prozent. Damit liegt Roche nach sechs Monaten am oberen Ende der 2014 angepeilten Wachstumsspanne. Der um Sonderposten bereinigte Kerngewinn je Genussschein und Inhaberaktie nahm um sieben Prozent auf 7,57 Franken zu. Entsprechend optimistisch zeigte sich Konzernchef Severin Schwan: "Basierend auf dem Ergebnis im ersten Halbjahr bin ich zuversichtlich, dass wir die Ziele für das Gesamtjahr erreichen werden."

Im ganzen Jahr peilt der weltgrößte Hersteller von Krebsarzneien währungsbereinigt ein Verkaufsplus um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbetrag an. Der Kerngewinn je Titel soll stärker als der Umsatz zulegen. Zudem stellte der Konzern seinen Aktionären weiterhin eine Anhebung der Dividende in Aussicht.

Den Anleger gefielen die Neuigkeiten. Die Roche-Titel stiegen am Morgen um 1,4 Prozent auf 270,10 Franken. Roche lag mit dem Umsatz im Rahmen der Analystenerwartungen und übertraf sie leicht mit dem Kerngewinn. Berenberg-Experte Alistair Campbell sprach von einem soliden Resultat.

Mit verschreibungspflichtigen Medikamenten erlöste Roche von Januar bis Juni 17,83 Milliarden Franken, währungsbereinigt ein Plus von vier Prozent. Als Wachstumstreiber erwiesen sich die jüngst auf den Markt gebrachten Krebsmedikamente: Der Umsatz mit Perjeta hat sich fast vervierfacht, jener mit Kadcyla praktisch verdreifacht. Absolut ist der Beitrag mit 388 beziehungsweise 227 Millionen Franken noch vergleichsweise gering. Doch auch die Blockbuster MabThera, Avastin und Herceptin, die jeweils mehr als drei Milliarden Franken Verkaufserlös brachten, zogen an.

Die wesentlich kleinere Diagnostik-Sparte wuchs dank eines überraschend guten Geschäfts mit Diagnoseeinrichtungen für Krankenhäuser um sechs Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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