
HB MELBOURNE. Im zweiten Halbjahr seines Geschäftsjahres (bis Ende Juni) sei der Gewinn vor Sonderposten um 47 Prozent auf 6,77 Mrd. Dollar gestiegen, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit 6,9 Mrd. Dollar gerechnet. Im gesamten Geschäftsjahr erzielte BHP einen Gewinn vor Sonderposten von 12,47 Mrd. Dollar - 16,3 Prozent mehr als im Vorjahr, blieb aber auch hier unter den Erwartungen. Der Jahresumsatz erhöhte sich um 5,2 Prozent auf 52,8 Mrd. Dollar.
Beim kurzfristigen weltweiten Ausblick zeigte sich der Rohstoffkonzern zurückhaltend. Insbesondere in China, seinem wichtigsten Kunden, erwartet der Bergbaukonzern eine Abkühlung. BHP Billiton fördert vor allem Erze und Kohle.
Konzernchef Marius Kloppers sprach mit Blick auf den Gewinnanstieg von sehr zufriedenstellenden Ergebnissen. Den Aktionären sicherte er am Mittwoch zu, für Potash nicht zu viel Geld auf den Tisch zu legen: "Wir werden diszipliniert bleiben." Die Aktionäre sollten in den kommenden Wochen am Vorgehen bei Potash beteiligt werden, kündigte Kloppers weiter an.
BHP Billiton hat für Potash eine 39 Mrd. Dollar schwere feindliche Offerte abgegeben, die der kanadische Konzern jedoch ablehnt. Potash lotet zur Zeit Alternativen aus und ist auf der Suche nach Unternehmen, die als "weiße Ritter" einspringen können.