Halbjahreszahlen der Autobauer

VW verkauft mehr als Toyota

Volkswagen hat in der ersten Hälfte des Jahres weltweit am meisten Autos verkauft. Der Wolfsburger Konzern profitierte dabei vor allem von der Schwäche von Toyota. Jetzt kommt es auf China an.
Update: 28.07.2015 - 11:28 Uhr Kommentieren

„VW ist viel zu abhängig vom chinesischen Markt“

„VW ist viel zu abhängig vom chinesischen Markt“

Wolfsburg/Tokio Volkswagen war in den ersten sechs Monaten gemessen an den Verkaufszahlen trotz der eigenen Absatzschwäche weltweit der größte Autohersteller. Europas Nummer eins überholte im ersten Halbjahr beim Absatz den japanischen Konkurrenten Toyota. Die Japaner verkauften bis Ende Juni 5,022 Millionen Fahrzeuge der Marken Toyota, Daihatsu und Hino, wie der Konzern am Dienstag in Tokio mitteilte.

Dies war ein Rückgang von 1,5 Prozent. Bei Volkswagen mit seinen zwölf Marken waren die Verkäufe im ersten Halbjahr um 0,5 Prozent auf 5,04 Millionen Fahrzeuge zurückgegangen, wie VW vor einigen Tagen mitgeteilt hatte. Beim US-Konzern General Motors, der Nummer drei weltweit, stagnierte der Absatz bei 4,8 Millionen Autos. VW ist damit auf dem Weg, drei Monate früher als geplant sein Ziel zu erreichen, größter Autohersteller der Welt zu werden.

Neues aus dem Copyshop
Chinas Autohersteller auf der Shanghai-Messe
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Die Firma Haval ist Chinas größer Anbieter von SUV. Neueste Schöpfung ist der H2, ein 4,56 Meter langer Fünftürer mit nach hinten abfallender Dachlinie. Unter der Haube ein 1,5-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS. Allrad gibt es gegen Aufpreis. Bei der Gestaltung der Frontpartie hatten die Designer aus Baoding wohl den Mazda CX 5 im Sinn.

Eagle „Carrie“
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Hier standen gleich zwei europäische Sportwagen-Ikonen Pate: Der Eagle mit Nachnamen „Carrie“ gleicht vorne einem Ferrari ...

Eagle Carrie
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... und am Heck diversen Porsche-Modellen. Selbst der Stil des Schriftzugs wurde importiert. Leistungsdaten sind unbekannt. Porsche will übrigens nicht klagen.

Landwind X 7 von Jiangling Motors
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Hier sollte Range Rover Lizenzgebühren oder Schmerzensgeld einfordern: Der Landwind X 7 von Jiangling Motors, immerhin einer größten chinesischen Hersteller, gleicht in fast dreister Weise dem erfolgreichen Evoque.

Von hinten zeigt sich ebenfalls Ähnlickkeit mit dem Evoque
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Jaguar Land Rover erwägt eine Klage wegen Verstoßes gegen das Urheberrecht.

Hongqui LS5: Wie ein Range Rover mit Jeep-Grill
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Die Marke Hongqui gehört zur VW-Partnerfirma FAW und machte sich vor allem als Hersteller von Staatskarossen („Rote Fahne“) einen Namen. Premiere feierte in Shanghai ein rund 5,20 Meter langes SUV mit Achtzylinder-Motor und dem Kürzel LS5

Brilliance V3
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BMW-Partner Brilliance zeigt sein neues SUV V3, dessen Frontpartie an den Skoda Fabia und die Seitenpartie mit dem kecken Knick an den Citroen DS3 oder auch den Range Rover Evoque erinnert

„Das Rennen Toyota gegen Volkswagen wird sehr knapp“, sagte Koji Endo, Autoanalyst bei Advanced Research Japan. Die Profitabilität sei allerdings viel wichtiger als die Produktionsmenge.

Volkswagen profitierte von der Autonachfrage in Europa, die so stark zunahm wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr. Das federte den Einbruch in China, dem größten Markt für VW, ab. Um größter Autohersteller der Welt zu werden, muss VW gegen den Nachfragerückgang angehen, der durch den volatilen chinesischen Aktienmarkt verursacht wurde, und gegen die Konkurrenz billiger SUVs chinesischer Hersteller.

Während die weltweite Autoindustrie seit 2009 jedes Jahr gewachsen ist, stagniert der Markt in China. Die Nachfrage in Russland ist zusammengebrochen, und in einigen Ländern Südostasiens und Südamerikas ist der Markt schwach. In den USA sind die branchenweiten Auslieferungen in der ersten Jahreshälfte um nur 4,4 Prozent gestiegen, was auf Jahressicht auf den schwächsten Anstieg seit Beginn der Markterholung hinauslaufen könnte.

VW-Halbjahresbilanz am Mittwoch
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