Halbjahreszahlen
Stahlkonzern Voest mit trüber Prognose

Gute Halbjahreszahlen, trübe Prognose: Der Stahlkonzern Voestalpine erwartet für das Gesamtjahr eine leicht schwächere Ergebnisentwicklung als im Vorjahr.
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WienDer Stahlkonzern Voestalpine schraubt angesichts der trüberen Wirtschaftsaussichten seine Prognose zurück. Wegen der zunehmenden Verunsicherung durch die Schuldenkrise würden Kunden in einigen Sektoren weniger bestellen, teilte der Linzer Konzern am Donnerstag mit. Für das Geschäftsjahr 2011/12 (bis Ende März) erwartet das Unternehmen nun eine leicht schwächere Ergebnisentwicklung statt der bislang prognostizierten deutlichen Steigerung.

„Alles in allem zeichnet sich für die Voestalpine-Gruppe nach einer erfolgreichen 1. Jahreshälfte ein schwierigeres 2. Halbjahr ab“, hieß es im Zwischenbericht. Die Kunden seien generell vorsichtig, weshalb der Auftragseingang unter das Niveau von vor den Sommermonaten gefallen sei. Betroffen sei die Voest vor allem von den schlechteren Aussichten für den Bau- und Konsumgüterindustrie. In Teilen der Autoindustrie, dem Maschinenbau und der Flugzeug- und Schienenindustrie sei die Nachfrage jedoch weiterhin intakt. Die Voest fertigt für ihre Kunden Werkzeugstahl, Weichen, Spezialprofile und Schienen sowie Spezialbauteile für die Flugzeug- und Bauindustrie. Wegen der trüberen Aussichten treibt die Voest Sparprogramme

im Konzern voran. Erste Bremsspuren machten sich bereits in den Quartalszahlen von Juli bis Ende September bemerkbar. Im Vergleich zum ersten Quartal schrumpfte das Betriebsergebnis (Ebit) um rund ein Drittel auf 214 Millionen Euro und lag damit leicht unter den Erwartungen von Analysten. Grund dafür war neben der maueren Nachfrage auch die planmäßige Installation neuer Anlagen, die die Rohstahlproduktion schmälerte und so die Ergebnisse drückte. Der Umsatz schrumpfte im Quartalsvergleich um gut vier Prozent auf 2,93 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbuchte die Voest aber immer noch deutliche Zuwächse: Im gesamten ersten Halbjahr stieg der Betriebsgewinn des Konzerns mit gut 41.000 Mitarbeitern um gut 28 Prozent auf 531,4 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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