Halbleiter
Smartphone-Bauteile werden teuerer

Viele Fabriken und Infrastrukturen wurden in Japan zerstört - das hat auch Auswirkungen auf die Halbleiterbranche: Die Chippreise schnellen derzeit rapide in die Höhe - weitere Engpässe werden erwartet.
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SeoulNach dem verheerenden Beben in Japan ziehen die Chippreise an. Die Spot-Preise für Nand-Halbleiter, die etwa in Smartphones verwendet werden, legten am Dienstag erneut zu. Bereits am Montag waren sie um mehr als 20 Prozent in die Höhe gesprungen. Auch die Preise für Dram-Speicherchips kletterten erneut, nachdem sie zu Wochenbeginn um sieben Prozent gestiegen waren, wie die Preisermittler von DRAMeXchange berichteten. Ein Fünftel der weltweiten Chipproduktion erfolgt in Japan.

Dutzende von Herstellern halten ihre Fabriken seit dem Beben geschlossen. Es wird Monate dauern, bis Straßen, Stromnetz, Häfen und Eisenbahnstrecken wieder voll funktionsfähig sind. Auch wenn die Lieferungen von Bauteilen für die Chipproduktion bereits in zwei Wochen wieder begännen, würden sich die Engpässe und Preiserhöhungen bis ins dritte Quartal auswirken, berichtete das Forschungsinstitut iSuppli. Vor allem die Nachfrage nach Nand-Chips ist zuletzt wegen des Tablet-Booms deutlich gewachsen.

Chiphersteller Texas Instruments teilte am Montag mit, seine beiden Fabriken in Japan würden erst im Juli wieder ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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