Halliburton und Schlumberger erhöhen die Preise
Ölkonzerne investieren kräftig in Exploration

Bei den Ölservicegesellschaften sprudelt der Gewinn. Die beiden größten der Branche, die US-Konzerne Halliburton und Schlumberger, verdienen prächtig, weil die Ölkonzerne weiterhin mehr Geld in die Exploration und Produktion – also die Erschließung neuer Ölreserven – investieren als vor einem Jahr.

DÜSSELDORF. Der Umsatz von Halliburton im dritten Quartal legte im Vergleich zum Vorjahresquartal um über sechs Prozent auf 5,1 Mrd. Dollar zu, der Nettogewinn stieg auf 499 Mill. Dollar. Beim Konkurrenten Schlumberger machte das Nettoeinkommen einen deutlichen Sprung: Es stieg um 70 Prozent auf 540 Mill. Dollar. Der Umsatz wuchs um fast ein Drittel auf 3,7 Mrd. Dollar.

Im Ölgeschäft verlassen sich die Energiemultis bei der Erschließung neuer Quellen meist auf die Dienstleistungen der Ölservice-Firmen. Diese stellen Bohrinseln und Fachkräfte und errichten einen Großteil der Infrastruktur. Ihr Geschäft wird derzeit nicht nur von den hohen Energiepreisen angetrieben, die den Ölkonzernen zusätzliche Investitionen ermöglichen. Mit der steigenden Nachfrage nach ihren Dienstleistungen können die Ölservice-Firmen auch höhere Preise verlangen.

Die Investmentbank Lehman Brothers hat ermittelt, dass die Ölindustrie für Exploration und Produktion 2005 gut 13 Prozent mehr ausgeben wird als im Vorjahr. Nachdem sich die Ölfirmen in den neunziger Jahren in Zeiten niedriger Rohölpreise stark verschlankt hatten und wenig Geld in das Auffinden neuer Ölquellen gesteckt haben, ziehen die Aktivitäten nun rasant an. Damit steigen für sie auch die Kosten für Material und Personal. Eine Bohrplattform kann Analysten zu Folge heute schon mehr als 100 000 Dollar am Tag kosten. Das ist gut doppelt so viel wie im Vorjahr.

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