Großmann mahnt europäische Energiepolitik an

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Wind an der Küste, Sonne im Süden

Großmann klagte auch über die Förderung der erneuerbaren Energien in Deutschland, die seiner Meinung nach die falschen Akzente setzt.  „Die Förderung der Erneuerbaren ist in Deutschland zu einer unglaublichen Umverteilungsmaschine geworden – sozial wie regional“, sagte Großmann, „allein es fehlt der Sinn. 2011 seien über das Erneuerbare-Energien-Gesetz knapp 17 Milliarden Euro von den Stromverbrauchern eingesammelt und an die Anlagenbetreiber ausgeschüttet. „So finanziert der Minijobber aus Berlin-Moabit die Solaranlage auf dem Praxisdach meines Zahnarztes im Chiemgau.“

Besonders die Förderung der Solarenergie, kritisierte er scharf. Gemessen an der hohen Förderung – 2011 8,1 Milliarden Euro - und dem geringen Beitrag zur Produktion – nur drei Prozent - sei Strom aus Photovoltaik  viermal so teuer wie Strom aus Wind. Eine Kilowattstunde Strom aus Photovoltaik koste 41 Cent, während es bei Wind nur neun Cent seien. Zum Vergleich verwies er auf den Spotpreis an der Börse, der im Jahresdurchschnitt 2011 gut 5 Cent pro Kilowattstunde für Grundlaststrom und knapp 6 Cent pro Kilowattstunde für Spitzenlaststrom betragen haben.

„Die Kosten der Energiewende in Deutschland bewegen sich in einer Größenordnung von 250 bis 300 Milliarden Euro. Zusätzlich zu den Kosten der Finanz- und Schuldenkrise.“, mahnte Großmann.

Bereits bei der gegenwärtigen EEG-Umlage komme ein privater Haushalt auf bis zu 150 Euro Mehrkosten im Jahr. Ein typischer Gewerbekunde, etwa ein Metall verarbeitender Betrieb mittlerer Größe, müsse sogar über 50.000 Euro mehr ausgeben. Ein energieintensiver Kunde komme – trotz bestehender Vergünstigungen bei der EEG-Umlage – auf etwa 1 Million Euro.

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Es gibt viele Gründe, die den Wandel der Energieerzeugung in Deutschland belasten. Einer ist in höchstem Maße hausgemacht: Der offene Streit zwischen Umweltminister Norbert Röttgen und Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

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Nach Großmanns Worten wäre auch bei den erneuerbaren Energien ein europäischer Ansatz richtig. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss vorrangig an den Standorten erfolgen, an denen die besten Voraussetzungen bestehen. „In anderen Lebensbereichen akzeptieren wir das ja auch: So gilt der Italiener als feuriger Liebhaber, die Franzosen haben die beste Küche, die Österreicher die talentiertesten Skifahrer, die Niederländer können die besten Deiche bauen und wir Deutschen haben den strengsten TÜV. Kaum jemand von Ihnen würde die Italiener Deiche bauen und die Briten kochen lassen. Es sei denn, es ist Jamie Oliver.“ Er verwies auf eine Studie des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln. Dies hatte errechnet, dass rund 170 Milliarden Euro bis 2020 gespart werden könnten, wenn nur die ertragreichsten erneuerbaren Technologien an den jeweils besten Standorten Europas genutzt würden. Das heißt:  Windkraftwerke an die Küste, Sonnenkollektoren in den Süden.

 

  • 19.01.2012, 13:44 UhrAnonymer Benutzer: erni1934

    jaja die ökos und die solaris ziehen alle subventionen ab dann fragt doch mal nach wieviel die atomkonzerne an milliarden bekommen

  • 18.01.2012, 13:50 UhrAnonymer Benutzer: SteuerKlasseEins

    Vermutlich hat Herr Grossmann von Merkel und Konsorten ein Angebot bekommen, daß er nicht abschlagen konnte. Denn der "politisch korrekte" Unfug den er hier vezapft, von wegen "klimaneutral im Jahr 2050" ist völlig unmöglich. In Wahrheit hat die AKW-Abschaltung die Weichen in Richtung Kohle, Gas und Öl gestellt. Uralte Kohlekraftwerke arbeiten wieder auf Hochturen, und neue Kohle/Gaskraftwerke sind im Bau, auch von RWE - eine fossile, CO2 reiche Zukunft! Zudem wird man in Zukunft einfach mehr Strom aus dem Ausland importieren, dort haben die Bürger keine hysterische Angst vor dem Atom, unser Strom wird also von hochmoderne AKW kommen, nur eben jenseits der Grenze.

    Währen der Strom in Wirklichkeit von konventionellen Kraftwerken aus dem In- und Ausland kommt, wirft man weiter das sauer verdiente Geld der Stromkunden den "Erneuerbaren" hinterher. Dank EEG ist das dann für die Projektbetreiber (wie u.a. RWE) profitabel. Aber wie immer im Sozialismus sind solche Vorteile des Einen, die Nachteile de Anderen. D.h. je mehr Umsatz die Solar/Wind-Projekte machen, desto höher die Kosten für den Verbraucher, der gezwungen wird, grünen Strom zu kaufen und zu bezahlen.

    Aber das wird sich rächen. Vermutlich lange nachdem Merkel mit goldenem Fallschirm das Amt niedergelegt hat, werden die deutschen Zipfelmützen aufwachen und das Ausmass der Energiekatastrophe erkennen. Dann wird es nochmals Billionen kosten um wieder zu normalen Zuständen zurückzukehren. Mit den immer höheren Strompreisen wird auch die E-Auto Revolution an Deutschland vorbeigehen - diese wird in Ländern mit billigem Atomstrom stattfinden, wie z.B. in Frankreich. In Deutschland wird man bis zum Sanktnimmerleinstag Benzin/Dieselmotoren unter der Haube haben, dank "Energiewende" und "EEG", soweit man sich hierzulande mit all den anderen Kosten und Steuern überhaupt noch ein Auto leisten kann.

  • 18.01.2012, 01:23 UhrAnonymer Benutzer: feeltheenergy

    @joe
    nein es sind leider nicht die Ökos sondern die Solaris die an der sache soviel verdienen und andere Ökobranchen damit schädigen, aber leider äusseren sich dazu außer der Journalisten der Welt kaum jemand, denn man würde ja der Branche im gesamten Schaden, was absoluter Bullshit ist, denn der nachhaltige Volksiwrtschaftliche Schaden ist durch die ausuferende Solarförderung der letzten zwei Jahre (15.000 MW in dem gleichen Zeitraum wurden keine 3.000 MW Windenergie installiert und selbst zu besten Zeiten gab es nicht mehr als 3.500 MW) Das zeigt schon welche Entwicklungen dort gerade vonstatten gegangen sind. Am schlimmsten ist dann noch das die Einnahmen der Solarunternehmen derzeit in sinnlose Marketingaktivitäten wie der Bundesliga investiert werden. glaube da gibt es keinen mehr der nicht gesponsert wird. Naja so kommt das Geld der Stromkunden wenigstens wieder der Allgemeinheit, dem fussballfan zugute der sich davon an neuen Spielern erfreuen kann. Nur könnte das in kurzer Zeit zum gleichen Effekt führen wie bei Bayer Leverkusen und Teldafax, denn einige von diesen großen Sponsoren geht es nicht mehr wirklich so gut.

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