Handelsblatt-Interview
Eon-Chef kündigt Sparprogramm an

Die Wirtschaftskrise zwingt jetzt auch den Energiekonzern Eon auf Sparkurs. Konzernchef Wulf Bernotat sagte im Interview mit dem Handelsblatt: "Es ist klar, dass die Zeiten schwieriger werden". Bernotat will schon bald intern Ergebnisse einer detaillierten Kostenanalyse präsentieren und Maßnahmen einleiten. Auch alle noch nicht fest beschlossenen Investitionen kommen auf den Prüfstand.

DÜSSELDORF. "Wir sind als Energieunternehmen davon zwar nicht so betroffen wie zum Beispiel der Auto- oder der Maschinenbau, aber natürlich werden auch wir die Krise zu spüren bekommen, wenn unsere Kunden ihre Produktion drosseln müssen", sagt Konzernchef Bernotat.

Im vergangenen Sommer hat Eon das Programm "perform-to-win" gestartet, um neue Konzerntöchter in die Strukturen einzubinden, die Prozesse zu optimieren und Kosten zu senken. Nach Bernotats Worten fahndet der Konzern nach Doppelarbeit und schaut sich das gesamte Unternehmen an, von der Erzeugung über die Netze bis zu Vertrieb und Verwaltung. Er wolle Eon "wetterfest machen für schlechtere Zeiten". In Großbritannien gab Eon schon bekannt, 450 Stellen zu streichen.

Eon kämpft an mehreren Fronten. Zum einen schränken die Kartellbehörden den Raum für Preiserhöhungen massiv ein und eröffnen Chancen für neue Wettbewerber. Zum anderen hat sich Bernotat durch teure Zukäufe selber unter Druck gesetzt. Dies hat die Schuldenquote des Konzerns nach oben getrieben.

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