Handelsblatt-Interview
GM redet die Trendwende herbei

Der angeschlagene Autohersteller General Motors (GM) hat seine Verluste im ersten Quartal 2006 eingedämmt. Angesichts dieses besser als erwarteten Quartalsergebnisses stellt Konzernchef Rick Wagoner eine zügige Erholung des Konzerns in Aussicht.

NEW YORK/DETROIT. „Die Trendwende wird schneller kommen, als viele Kritiker heute glauben“, sagte GM-Chef Rick Wagoner im Interview mit dem Handelsblatt. "In den nächsten beiden Quartalen werden sich die vollzogenen Einsparungen noch stärker positiv auf das Ergebnis auswirken."

Bereits in den ersten drei Monaten dieses Jahres verringerte GM die Verluste insgesamt deutlich. „Die Ergebnisse des ersten Quartals zeigen, dass die Ertragswende bereits begonnen hat“, sagte Wagoner. In Europa erzielte GM mit seinen Marken Opel/Vauxhall, Saab und Chevrolet wieder einen Gewinn von 88 Millionen Dollar. Eine Werksschließung in Europa ist jedoch noch nicht vom Tisch. "Im Moment gibt es keine Entscheidung zu dieser Frage. Ausschließen kann man das angesichts der Lage in der Autoindustrie jedoch nicht", sagte Wagoner.

An der Tochter Saab hält der GM-Chef weiterhin fest. Es gebe keine Überlegung, die Tochter zu verkaufen: "Die Ergebnisse von Saab sind ermutigend. Das Ziel muss jedoch sein, mehr und bessere Produkte zu verkaufen."

Neuer Ärger droht General Motors von seiner früheren Tochter Delphi. Ein möglicher Streik beim insolventen Zulieferer würde GM empfindlich treffen. „Wir haben zwar Vorsorge getroffen, können jedoch damit keinen längeren Streik durchhalten“, sagte Wagoner.

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