Handelsblatt-Umfrage
Konzerne geben ihr Geld den Aktionären

Deutschlands führende Industriekonzerne haben im vergangenen Jahr die Ausschüttung an ihre Aktionäre um 40 Prozent auf 12,7 Mrd. Euro erhöht, die Investitionen im Inland aber um mehr als 20 Prozent auf 20,3 Mrd. Euro zusammengestrichen.

HB DÜSSELDORF. Das ergab eine Umfrage des Handelsblatts unter den Dax-30-Gesellschaften (ohne Banken und Versicherungen). Das Investitionsgeschehen verlagert sich zudem ins Ausland. Denn die Gesamtinvestitionssumme sank nur um zehn Prozent auf 70,6 Mrd. Euro.

Im laufenden Jahr wollen die Dax-Konzerne zusammen genommen ihre Investitionsbudgets nicht aufstocken. Die meisten Unternehmen rechnen aber nicht mit weiteren Einschnitten. Allerdings herrscht bei den Maschinenbauern, die eine Trendwende bei den Investitionen als erste Branche spüren müssten, noch Pessimismus vor. Der Branchenverband VDMA bewertet die jüngsten Zahlen zum Auftragseingang aus dem Inland sogar als "alarmierend". Chefökonom Ralph Wiechers sagte dem Handelsblatt, "das erste Quartal wird stark abfallen". Am Donnerstag werden die März-Daten zum Auftragseingang veröffentlicht.

Schon Januar und Februar brachen die Inlandsorders um elf Prozent ein. Wiechers sieht "keine Belebung der Inlandsnachfrage". Im Gegenteil: Seit Sommer 2004 gehe es abwärts. Und dieser Trend im Investitionsgütergeschäft halte an.

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