Handelskonzerne
Ahold kämpft in USA mit sinkenden Margen

Der niederländische Handelsriese Ahold hat im vergangenen Quartal geringfügig mehr umgesetzt, in seinem Hauptmarkt USA kämpft Ahold aber mit sinkenden Margen. Der weltweit viertgrößte Lebensmittel-Einzelhändler steigerte seinen Umsatz im dritten Quartal um 0,7 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro und damit etwas mehr als an der Börse erwartet.

HB AMSTERDAM. Ohne Berücksichtigung von Währungsschwankungen hätte sich das Plus auf 3,7 Prozent belaufen, teilte Ahold am Donnerstag mit. Der niederländische Konzern verbucht rund 74 Prozent seiner gesamten Umsätze in den USA. Im Heimatmarkt wuchs Ahold deutlich mehr: Dort steigerte die Supermarkt-Kette Albert Jeijn ihre Einnahmen um 10,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro. Weitere Finanzdaten will Ahold am kommenden Montag veröffentlichen.

„Das dritte Quartal war in den USA noch herausfordernder, weil es im Zeichen zunehmenden Wettbewerbs und eines gleichzeitig schwächeren konjunkturellen Klimas stand,“ erläuterte der Konzern. Dies habe sich negativ auf die Gewinnmargen ausgewirkt.

Das niederländische Unternehmen sieht sich seit August mit einem Kaufangebot von Hedgefonds konfrontiert. Die Fonds Paulson & Co sowie Centaurus Capital, die zusammen 6,4 Prozent an dem Konzern halten, drängen Ahold, das schwierige US-Geschäft zu verkaufen und sich auf das Europa-Geschäft zu konzentrieren. Ahold-Chef Anders Moberg hatte aber klargestellt, dass es keine Gespräche mit den Fonds darüber gebe.

Die „Financial Times“ berichtete in ihrer Donnerstagausgabe, die US-Beteiligungsgesellschaft Clayton, Dubilier & Rice stehe in Gesprächen zur Übernahme der Ahold-Firma US-Foodservice, einem Catering-Unternehmen. Ahold nahm dazu keine Stellung. Im dritten Quartal legte der Umsatz der Tochter um 0,8 Prozent zu auf 3,57 Milliarden Euro. US-Foodservice hatte im Jahr 2003 im Mittelpunkt eines Bilanzskandals bei Ahold in den USA gestanden.

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