Handy-Hersteller
Sony Ericsson rettet sich ins Plus

Der Handy-Hersteller Sony Ericsson hat trotz eines erwarteten Vorsteuerverlusts im vergangenen Quartal noch knapp schwarze Zahlen geschrieben. Der boomenden Smartphone-Nachfrage sei Dank. Doch Analysten mäkeln.
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StockholmDank der boomenden Nachfrage nach Smartphones hält sich der Mobiltelefonhersteller Sony Ericsson in den schwarzen Zahlen. Wegen Lieferengpässen nach der Japan-Krise dürften der gemeinsamen Handymarke von Sony und Ericsson jedoch härtere Zeiten bevorstehen.

"Das Erdbeben in Japan hat das Quartal auf Betriebsebene schwierig gemacht und wir haben einige Störungen in unserer Lieferkette", sagte Unternehmenschef Bert Nordberg bei der Vorlage der Zahlen am Dienstag. Der Konzern werde dieses Problem in den nächsten Monaten deutlicher zu spüren bekommen, sagten Experten. "Das zweite Quartal und vielleicht auch das dritte wird wegen Japan schwierig werden", sagte Analystin Carolina Milanesi.

Sony Ericsson wird eigenen Angaben zufolge wegen der Lieferengpässe zunächst geringere Mengen von seinen neuen Smartphones auf den Markt bringen und die Einführung eines weiteren Modells aufs Sommerquartal verschieben. Das dürfte die Bilanz des Gemeinschaftsunternehmen eintrüben. Der Konzern ist erst im vergangenen Jahr nach sieben Quartalen mit Verlusten in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Sony Ericsson sparte zwar Kosten ein, unter anderem durch den Abbau von 4000 Arbeitsplätzen. Gleichzeitig blieb jedoch die Anzahl der verkauften Mobiltelefone mit 8,1 Millionen hinter allen Prognosen zurück. So machte das Unternehmen vor Steuern noch ein Plus von 15 Millionen Euro bei einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro.

Analysten hatten mit einem Vorsteuerverlust von 24 Millionen Euro und einem Umsatz von 1,3 Milliarden Euro gerechnet. Ihrer Ansicht nach dauert es immer noch zu lang, bis Sony Ericsson neue Produkte auf den Markt bringt. Zudem habe sich das Unternehmen von Rivalen wie Apple, Samsung und HTC abhängen lassen. Die Sony-Aktien schlossen in Tokio am Dienstag gegen den Markttrend bei plus 0,4 Prozent, Ericsson-Papiere wurden in Stockholm 0,2 Prozent schwächer gehandelt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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