Handyzulieferer
Balda mit Gewinneinbruch

Der angeschlagene Handyzulieferer Balda hat im Geschäftsjahr 2008 nach vorläufigen Zahlen einen Gewinneinbruch in Millionenhöhe verzeichnet. Und nun muss das Unternehmen 2009 die Trendwende auch noch ohne den einstmals größten Hoffnungsträger schaffen.

HB BAD OEYNHAUSEN. Bei einem um 10,5 Prozent auf 238 Mio. Euro gestiegenen Umsatz brach das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) von 13,5 Mio. im Jahr 2007 auf nun 1,4 Mio. Euro ein. Das teilte die Balda AG am Donnerstag in Bad Oeynhausen mit. Unter dem Strich werde ein Verlust erwartet, sagte ein Sprecher. Balda begründete den Ergebnisrückgang mit Abschreibungen, Sondereffekten und Wertberichtigungen. Ende Oktober hatte Balda das früher genannte Umsatzziel von 414 Mio. Euro im Gesamtjahr kassiert.

Zum Jahreswechsel hatte Vorstandschef Joachim Gut seinen Hut bei Balda genommen. Hintergrund war neben der Neuausrichtung des Unternehmens auch der Beschluss des Aufsichtsrats, den Vorstand zu verkleinern. Balda hatte bereits vor Monaten bekanntgegeben, 2008 erneut Verluste zu schreiben. Als Gründe nannte das Unternehmen unter anderem den nachlassenden Konsum und den Verkauf von Anteilen an der chinesischen Tochter TPK, die berührungsempfindliche Bildschirme herstellt.

2007 waren Verluste von 73,3 Mio. Euro aufgelaufen. Balda hatte im September 2008 bekanntgegeben, zwölf Prozent der Anteile am Touchscreen-Geschäft TPK zu verkaufen, der Anteil sank damit auf 38 Prozent. Bis dahin galt das Geschäft mit berührungsempfindlichen Bildschirmen als Hoffnungsträger.

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