Hannover-Messe kämpft gegen Ausstellerschwund
Ein neues Konzept soll Kritiker besänftigen

Die Zahl der Aussteller sinkt, was jedoch nicht nur an der derzeitig schlechten Konjunktur liegt. Die Firmen schrecken vor den hohen Reisekosten zurück und wenden sich kleineren Messen zu. Mit einem neuen Konzept will die Messeführung die Krise umschiffen.

HB DÜSSELDORF. Bisher allerdings hat sich das Großereignis unter dem Hermesturm behauptet. 5 040 Unternehmen aus 61 Nationen werden vom 19. bis 24. April in Hannover ausstellen. „Weltweit gibt es kein anderes Technologie-Ereignis, das so konzentriert die Themen Technologie, Innovation und Automation darstellt“, preist Messe-Chef Sepp D. Heckmann die Schau an.

Doch die Zahl der Aussteller schrumpft: 2003 waren es noch 6 240 Firmen und vor zwei Jahren gar 6 930. Der Rückgang liegt nicht nur an der lahmen Konjunktur, die Aussteller aus Kostengründen von einer teuren Reise in die niedersächsische Landeshauptstadt abhält. Thyssen-Krupp ist seit 2003 nicht mehr dabei, der Essener RAG-Konzern, die frühere Ruhrkohle, verzichtet wegen der laufenden Neustrukturierung 2004 auf eine Teilnahme. Auch Alstom ist nicht mehr dabei. Andere Großkonzerne beschicken lieber kleinere Fachmessen. „Das ist billiger und bringt mehr“, heißt es hinter vorgehaltener Hand.

Auch ganze Branchen sind Hannover untreu geworden. Die gut 1 000 Aussteller der Cemat-Messe für Materialfluss und Logistik planen für Oktober 2005 eine eigenständige Messe – zwar wieder in Hannover, aber außerhalb der Industriegüterschau. Messe-Chef Heckmann führt die Abwanderung dieser Aussteller als Hauptgrund für die geringere Beteiligung an. Dafür sind aber auch neue Branchen vertreten. Erstmals präsentieren sich die rund 800 Aussteller der Prozessautomation, die vor allem an die chemische und pharmazeutische Industrie und die Petrochemie liefern. Diese Fachmesse „Interkama“ ist von Düsseldorf nach Hannover abgewandert.

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