Hannover Messe
Roboter und Klimawandel im Blick

Wieder einmal trifft sich die Industrie zur Hannover Messe. Die Stimmung ist dabei glänzend, denn die Auftragsbücher sind prall gefüllt und die Mehrwertsteuererhöhung hat die deutsche Wirtschaft offensichtlich gut verdaut.

HB HANNOVER. Ein stabiler Aufschwung kennzeichnet die konjunkturelle Lage nach dem Urteil der meisten Verbandsexperten und Wirtschaftsforscher vor Beginn der Hannover Messe - der weltweit wichtigsten Technologieschau für die Industrie. Von der neuesten Roboter-Generation über Antriebs- und Energietechnik bis zu Zulieferern, Dienstleistern und den Bereichen Forschung und Entwicklung reicht das Spektrum. Und auch die Themen Klimawandel und sparsamer Energieverbrauch werden eine wichtige Rolle spielen.

Mehr als 6 000 Aussteller aus 68 Ländern präsentieren sich vom 16. bis 20. April auf dem Messegelände in Hannover. Rund 200 000 Besucher werden erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird am 15. April die Industrieschau gemeinsam mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan eröffnen. Die Türkei ist in diesem Jahr Partnerland der Hannover Messe. Sie gilt als Region mit großem Markt- und Wachstumspotenzial.

Anders als früher sind die positiven Konjunkturerwartungen inzwischen aber nicht mehr vor allem nur im Exportgeschäft begründet. Immer mehr profitieren die Unternehmen auch von der besseren Lage im Inland. Die bessere Stimmung in der Industrie sei umso bemerkenswerter, als die Erwartungen an das Auslandsgeschäft nahezu unverändert blieben, sagte der Präsident des ifo- Konjunkturforschungsinstituts, Hans-Werner Sinn, kürzlich in München.

Im Maschinenbau hält der Boom weiter an. Bereits seit November 2005 verzeichne die Branche zweistellige Wachstumsraten bei den Inlandsbestellungen. Von einem „Strohfeuer“ könne daher keine Rede mehr sein, sagt der Konjunkturexperte beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Olaf Wortmann. Von 2004 bis 2006 wuchs der Maschinenbau um 19 Prozent. In diesem Jahr wird vier Prozent Produktionsplus erwartet. Nach hohen Kapazitätsauslastungen in der deutschen Wirtschaft zieht die Investitionsgüterindustrie kräftig an.

Zusätzlich profitiert der Maschinenbau von der Globalisierung und dem Geschäft mit Ländern etwa wie Indien oder China. Und sogar die hohen Rohstoffkosten kommen den deutschen Maschinenbauern zugute. Zwar verursachten sie auf der einen Seite hohe Kosten, sagte Wortmann. Andererseits aber förderten sie in den Rohstoffe abbauenden Ländern die Wirtschaft und vergrößerten damit die Absatzmärkte nicht nur für beispielsweise Bergbautechnik, Hütten- und Walzwerke, sondern auch in anderen Bereichen, etwa bei Landmaschinen. Es sei das Prinzip vom lachenden und vom weinenden Auge, erläutert Wortmann.

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