Hannover und Kassel
VW-Werker fürchten um Arbeitsplätze

Volkswagen durchforstet derzeit den Konzern nach Einsparmöglichkeiten. In der Gießerei am Werk Hannover und am Standort Kassel könnte das Unternehmen fündig geworden sein.

HB WOLFSBURG. Nach einem Bericht des Radiosenders „NDR Info“ vom Freitag bangen 1 300 Beschäftigte in Hannover und auch Arbeiter in Kassel um ihre Jobs. VW vergleiche derzeit eigene Produktionskosten mit Preisen ausländischer Zulieferer, zitierte der NDR den Betriebsrat Günter Lenz. Gussteile von ausländischen Anbietern seien deutlich günstiger.

Als Beispiel führte er Zylinderköpfe an, die aus ausländischer Produktion 23 Prozent billiger seien. Am Standort Hannover sei darum die Gießerei seitens des Vorstandes in der Diskussion. Ein VW-Sprecher sagte, das Unternehmen überprüfe alle Fahrzeugbauteile auf Wirtschaftlichkeit, auch die Komponentenfertigung.

VW will die Produktionskosten im Konzern deutlich senken. Belegschaft und Betriebsräte bemühen sich dem Bericht zufolge derzeit in zahlreichen Werken, Vorschläge für Einsparungen auszuarbeiten. Sollten externe Lieferanten trotz Einsparungen immer noch günstiger seien, drohe die Auftragsvergabe außerhalb der VW-Werke.

VW-Chef Bernd Pischetsrieder hatte am Donnerstag in einer Betriebsversammlung die Belegschaft aufgefordert, bei ihren Anstrengungen für mehr Effizienz und Ertragsteigerungen nicht nachzulassen. An der Versammlung in Wolfsburg nahmen nach Konzernangaben 12 000 Beschäftigte teil. Betriebsratschef Bernd Osterloh rief Vorstand und Belegschaft zur Zusammenarbeit auf: „Wir müssen an einem Strang ziehen und gemeinsam für unser Unternehmen und damit unsere Arbeitsplätze kämpfen.

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