Hapag-Lloyd Reederei profitiert von steigenden Frachtpreisen

Zuversicht bei Deutschlands größter Containerreederei: Eine gute Nachfrage nach Transportleistungen stärken das Geschäft von Hapag-Lloyd. Für das kommende Jahr wird ein höheres Wachstum prognostiziert.
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2018 will Hapag-Lloyd Synergien aus einer Fusion mir United Arab Shipping bis zu 90 Prozent realisieren. Quelle: Reuters
Hapag-Lloyd

2018 will Hapag-Lloyd Synergien aus einer Fusion mir United Arab Shipping bis zu 90 Prozent realisieren.

(Foto: Reuters)

HamburgDeutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd startet nach Übernahme des arabischen Rivalen UASC zuversichtlich ins neue Jahr. Die Nachfrage nach Transportleistung sei gut und die Frachtraten stiegen, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Mittwochabend vor Journalisten in Hamburg. In der Branche seien zwar einige neue Großfrachter in Dienst gestellt worden, die Gefahr erneuter Überkapazitäten sehe er aber nicht. „Wahrscheinlich wächst das Angebot in diesem Jahr einen Tick schneller als die Nachfrage, das ist aber kein Problem.“

Die Synergien von jährlich 435 Millionen Dollar aus der Fusion mit der United Arab Shipping Company (UASC) will Hapag-Lloyd im laufenden Jahr zu 85 bis 90 Prozent realisieren. Ob die Kostenvorteile womöglich höher ausfallen, wie Experten vermuten, soll sich zur Jahresmitte herausstellen. Dazu will das Management erst die Entwicklung des zweiten Quartals abwarten. Hapag-Lloyd plant in diesem und im kommenden Jahr keine großen Investitionen in neue Schiffe, sondern will die Barmittel in den Schuldenabbau stecken. Seit der Übernahme der UASC sitzen die Hanseaten auf einem Schuldenberg von sieben Milliarden Dollar.

Habben Jansen kündigte zudem eine neue Strategie für die nächsten fünf Jahre an. Nach der Welle von Zusammenschlüssen in der Branche in den vergangenen Jahren sei der Zeitpunkt gekommen, wo weitere Fusionen kaum noch Vorteile brächten. Zudem würden die Wettbewerbshüter neue Fusionen angesichts der Konzentration in der Schifffahrt vermutlich kritischer unter die Lupe nehmen. Hapag-Lloyd will daher stärker durch Dienstleistungen wachsen. Auch ein Ausbau des Inlandstransports wird erwogen. „Vielleicht müssen wir mehr tun, als Container nur von Hafen zu Hafen zu transportieren.“ Details nannte Habben Jansen nicht. Dazu wolle man sich im Laufe des Jahres äußern.

Das sind die größten Reedereien der Welt
Platz 10: Hamburg Süd Group
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Ein Unternehmen mit Tradition: Seit ihrer Gründung 1871 hat sich die Hamburg Süd von einer konventionellen Reederei zu einer international operierenden Transport-Logistik-Organisation entwickelt. Im März 2016 übernahm sie den chilenischen Konkurrenten CCNI. Im März 2017 hat der Oetker-Konzern – zu dem Hamburg Süd gehört – die Reederei an den Konkurrenten Maersk verkauft. Die Flotte der Hamburg Süd umfasst 105 Schiffe, die eine Containerkapazität von insgesamt 564.000 Stück haben.

Quelle: Alphaliner

Platz 9: Mitsui O.S.K. Lines
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Die Japaner sind zurück in der Top Ten. Mit der MOL Triumph hat die Reederei aus Tokio nicht nur das größte Containerschiff der Welt ist der Flotte, sondern konnte auf 79 sagenhafte 569.000 Container transportieren.

Platz 8: Yang Ming Marine Transport Corp.
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Im Jahr 1972 in Taiwan gegründet, besitzt Yang Ming eigene und in Kooperation betriebene Containerterminals in den USA, Belgien, den Niederlanden sowie in Taiwan. Die Schiffsflotte besteht aus 95 Schiffen und umfasst eine maximale Kapazität von 580.000 Containern. Doch die Reederei leidet unter der schwächelnden Konjunktur in China. Eine Großallianz, die 2017 mit der deutschen Hapag-Lloyd und vier weiteren asiatischen Reedereien startet, soll helfen.

Platz 7: OOCL
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Die Orient Overseas Container Line wurde 1947 in Shanghai durch den Unternehmer Tung Chao Yung gegründet. Auf der Flucht vor den Kommunisten siedelte Tung mit seinem 1949 nach Hongkong um. Zuletzt machte die asiatische Reederei den größten Sprung. Rund 672.000 Container kann das Unternehmen auf 98 Schiffen unterbringen. Von 1979 bis 1989 stand mit dem Öltanker Seawise Giant das bis heute größte jemals (nicht an einem Stück) gebaute Schiff im Dienst der Flotte.

Platz 6: Evergreen Line
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Die Reederei Evergreen stammt aus Taiwan. Mit ihren 194 Schiffen bedient das Unternehmen Linien in Osteuropa, nach Europa und zur US-Westküste und kann insgesamt 1,07 Millionen Standardcontainer unterbringen.

Platz 5: Hapag-Lloyd
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Mit 1,5 Millionen Containern hat aufgeholt: Unter dem Druck der schweren Schifffahrtskrise schloss sich die Reederei Hapag-Lloyd mit der arabischen Reederei United Arab Shipping Company (UASC) zusammen. Damit kommt die hamburgische Reederei, auf eine Flotte von 212 Schiffen. Zudem hat die neue Allianz mit den asiatischen Reedereien den Hamburgern eine gute Position auf den Weltmeeren verschafft.

Platz 4: Cosco Container Lines
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Die China Ocean Shipping Company wurde in Europa bekannt, weil die Reederei in der Finanzkrise 50 Prozent der Anteile am Hafen in Piräus übernommen hat. In der Containerschifffahrt haben die Chinesen ihr weltweites Netz sukzessive ausgebaut. 1,82 Millionen Container kann das Unternehmen unterbringen. Die Flotte umfasst aktuell 331 Schiffe.

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