Harley-Davidson zahlt Millionenstrafe
Abgas-Affäre erreicht US-Traditionshersteller

Nicht nur VW, auch der US-Motorradhersteller Harley-Davidson hat bei Abgasmessungen getrickst. Das kostet den Konzern nun rund 15 Millionen Dollar. Ein Schuldeingeständnis sei die Zahlung jedoch nicht, so der Konzern.

ChicagoKnapp ein Jahr nach Beginn des Volkswagen -Abgasskandals hat die US-Umweltbehörde EPA den heimischen Motorradhersteller Harley-Davidson nach eigenen Angaben ebenfalls bei Tricksereien erwischt. Das Justizministerium teilte am Donnerstag mit, das Unternehmen habe einer Strafzahlung von zwölf Millionen Dollar sowie einem Beitrag von drei Millionen Dollar für Projekte zur Luftreinhaltung zugestimmt. Die EPA wirft dem BMW -Konkurrenten aus Milwaukee demnach vor, 340.000-mal eine illegale Software verkauft zu haben, mit der der Abgasausstoß über das erlaubte Maß hinaus zunimmt.

Harley-Davidson erklärte, bei dem Vergleich handele es sich um kein Schuldeingeständnis. Das beanstandete Programm „Pro Super Tuner“ sei für Motorradrennen und nicht für den Einsatz auf öffentlichen Straßen konzipiert.

Bei dem Unternehmen läuft es seit einiger Zeit nicht ganz rund. So nimmt bereits die US-Verkehrsaufsicht nach Beschwerden über Bremsprobleme 430.000 Motorräder unter die Lupe. Eine schwächere Nachfrage auf dem Heimatmarkt schmälerte zudem zuletzt den Quartalsgewinn.

Von den VW-Abgasmanipulationen sind weltweit bis zu elf Millionen Diesel-Autos betroffen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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