Harte Preiswettbewerb auf dem amerikanischen Spielzeugmarkt.
Bieterkampf um Toys R Us wird schärfer

Eine Gruppe von Finanzinvestoren hat dem US-Spielwarenkonzern Toys R Us ein Kaufangebot von etwa fünf Mrd. Dollar unterbreitet. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ gehören zu dem Konsortium die Investmentgesellschaft Cerberus, die Investmentbank Goldman Sachs und die Immobiliengesellschaft Kimco.

tor/WSJ NEW YORK. Bislang wollte Toys R Us nur seine Spielwarensparte abstoßen und hatte dafür ein Bieterverfahren ausgeschrieben. Die Angebote dafür sollen sich auf rund 3,5 Mrd. Dollar belaufen. Auch die Gruppe um Cerberus, Goldman und Kimco hatte sich an der Auktion beteiligt. Jetzt argumentieren die Finanzinvestoren, dass es wenig sinnvoll sei, die Spielzeugsparte von den anderen Konzernteilen zu trennen. Außer 975 Spielwarengeschäften gehört zu Toys R Us die Handelskette Babies R Us, deren Filialen zum Teil in den gleichen Kaufhäusern wie die Spielwarenläden untergebracht sind.

Das Kaufangebot für den gesamten Konzern liegt nur knapp über dem letzten Börsenkurs. Beobachter vermuten, dass höhere Angeboten folgen könnten. William Simms, Analyst bei der Investmentbank Salomon Smith Barney, bewertet den gesamten Konzern mit etwa 27 Dollar je Aktie. Das Angebot von Cerberus & Co beläuft sich dagegen nur auf 23,25 Dollar. Andere Interessenten sind die Kapitalanlagegesellschaften Kohlberg Kravis Roberts, Apollo Advisors/Permira sowie Bain/Vornado. Insbesondere KKR soll auch an einem Kauf des gesamten Unternehmens interessiert sein.

Anlass für den Verkauf von Toys R Us ist der harte Preiswettbewerb auf dem amerikanischen Spielzeugmarkt. Insbesondere der Handelsgigant Wal-Mart hat den Fachmarkt-Ketten mit aggressiven Preisen Kunden abgejagt. So ist der operative Gewinn von Toys R Us seit 2000 um mehr als die Hälfte gesunken. Andere Ketten wie FAO Schwartz mussten bereits viele Märkte aufgeben.

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