Hauptversammlung
Aktionäre drängen MAN zur Kooperation

Es gab fraglos schon angenehmere Hauptversammlungen bei MAN. Vorstandschef Hakan Samuelsson will nicht verhehlen, dass eine schnelle Wende auf dem kriselnden Lkw-Markt sobald nicht kommen dürfte. Die Aktionäre machen derweil Druck wegen einer Fusion mit Scania. Und dazu gibt es noch ganz Grundlegendes zu klären.

MÜNCHEN. Der Mischkonzern MAN nährt weiter Hoffnungen auf eine weitreichende Allianz mit VW und Scania. „Wir haben eine positive Einstellung zu Kooperationen“, sagte MAN-Chef Samuelsson auf der Hauptversammlung des Konzerns in München. „Die Fragen zu Scania muss aber der VW-Vorstand beantworten“, sagte Samuelsson.

Der MAN-Chef reagierte damit auf die bohrenden Fragen der Aktionärsvertreter, die angesichts der katastrophalen Auftragslage der LKW-Sparte auf mehr Kooperation drängen.

„Wenn nicht jetzt, wann dann?“, fragte Willi Bender von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Volkswagen hält bereits knapp 30 Prozent von MAN, VW und MAN kontrollieren gemeinsam 91 Prozent an Scania. 2006 hatte MAN vergeblich versucht Scania zu übernehmen, seitdem herrscht offiziell eine „Cool-Off-Phase“ zwischen den Rivalen.

Der Druck zur Zusammenarbeit wächst jedoch: Sowohl MAN als auch Scania verzeichnen seit Monaten kaum noch Aufträge, die Bänder der beiden LKW-Produzenten stehen faktisch still.

Der MAN-Konzern bereitet seine Aktionäre auf harte Zeiten vor. „Klar ist, dass es ein schwieriges Jahr wird“, sagte Samuelsson. „Wir sehen derzeit keine Trendwende“ so der MAN-Chef mit Blick auf die stark eingebrochenen LKW-Märkte.

Der Mischkonzern MAN bestreitet zu Zweidritteln seine Umsätze mit dem Bau von Nutzfahrzeugen. Während der LKW-Markt einbricht, haben die Geschäftsbreieche Turbo, Diesel und Renk eine stabilere Auftragslage. „Sie werden deshalb auch 2009 hohe Umsatz und Ergebnisbeiträge leisten“, versprach Samuelsson.

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