Hauptversammlung
Audi plant Großes

Erst seit wenigen Monaten steht Rupert Stadler an der Spitze von Audi. In dieser kurzen Zeit hat er ein hehres Ziel gefasst: Er will mittelfristig die beiden Erzrivalen BMW und Mercedes als weltgrößte Premium-Autobauer überholen. Die Ingolstädter sind auf gutem Weg dahin. Ganz sorgenfrei ging es auf der Hauptversammlung dennoch nicht zu.

HB NECKARSULM. „Bis zum Jahr 2015 wird Audi die Nummer eins sein“, sagte Stadler am Mittwoch auf der Hauptversammlung der Audi AG in Neckarsulm. Gleichzeitig erhöhte er dabei die Absatzprognose. Lag diese für 2015 bisher bei 1,4 Mill. Fahrzeugen, zeigte sich Stadler überzeugt, dann sogar 1,5 Mill. Autos ausliefern zu können.

2007 entwickelt sich der Absatz bislang positiv. Die VW-Tochter konnte im April ihre Auslieferungen weltweit um 9,2 Prozent auf 84 736 Fahrzeuge steigern. Auch im bislang wegen der Mehrwertsteuererhöhung rückläufigen deutschen Markt gab es mit 22 283 Autos im April ein Absatzplus von 2,8 Prozent. In den ersten vier Monaten des Jahres legte Audi beim Absatz damit weltweit um 9,4 Prozent auf 332 900 Autos zu. Stadler bekräftigte das Ziel, Ende 2008 die Millionengrenze erreichen zu wollen.

Im Heimatmarkt Deutschland fiel der Absatz bis April um 4,3 Prozent auf 78 428. Aber im „zweiten Heimatmarkt China“ legte Audi dagegen um 24 Prozent auf 32 961 verkaufte Autos zu. In den USA stieg der Absatz um 15 Prozent auf 29 134 Fahrzeuge und in den europäischen Auslandsmärkten um 13,5 Prozent auf 165 221 Autos. In Russland steigerte Audi den Absatz bis April um 77 Prozent auf 4 409 Autos. In Indien, wo Audi nur 144 Fahrzeuge verkaufte, soll die Eröffnung einer lokalen Montage im Herbst den Absatz ankurbeln.

Angst vor Porsche

2006 hatte Audi bei Absatz, Umsatz und Ertrag Rekordzahlen erreicht – zum elften Mal in Folge, wie Stadler betonte. Der Absatz hatte um 9,2 Prozent auf 905 188 Autos zugelegt; der Umsatz stieg um 17,1 Prozent auf 31,1 Mrd. Euro; das Vorsteuerergebnis kletterte um 48,5 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro.

Kleinaktionäre äußerten auf der Hauptversammlung die Befürchtung, dass Porsche als VW-Großaktionär immer mehr auf die erfolgreiche Audi-Produktpalette Einfluss nehmen könnte. Stadler verneinte dies und fügte an: „Wettbewerb belebt das Geschäft.“ Er kündigte zudem an, dass er die Doppelfunktion von Vorstandschef und Finanzvorstand nicht auf Dauer ausüben wolle.

Seite 1:

Audi plant Großes

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%