Hauptversammlung
Aus IWKA wird Kuka

Nach langer Durststrecke soll es für den Maschinenbaukonzern IWKA wieder aufwärts gehen. Das Management hat sogar Expansionspläne. Als äußeres Zeichen verschwindet der alte, etwas unförmige Firmenname und wird durch den der Robotersparte, Kuka, ersetzt.

HB AUGSBURG. Die mehrheitlich aus dem Ausland stammenden institutionellen Anteilseigner stimmten am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Augsburg mit mehr als 99 Prozent des anwesenden Kapitals für die Umbenennung und damit verbundene Verlegung des Firmensitzes von Karlsruhe nach Augsburg. Der neue Name soll ab Anfang Juni gelten.

Im März hatte IWKA den Verkauf seiner Verpackungstechnik mit mehr als 2 500 Mitarbeitern an einen Fonds der Berliner Beteiligungsgesellschaft Odewald & Compagnie bekanntgegeben. Gleichzeitig beschloss das Management den Namenswechsel.

Mit dem teils schon vollzogenen Umzug von Baden nach Bayern und der Umbenennung soll der Fokussierung auf die Roboter- und Anlagentechnik Rechnung getragen und ein Schlussstrich unter die turbulenten und verlustreichen vergangenen Jahre gezogen werden. Die 1872 gegründete Patronenhülsen- und spätere Maschinenfabrik war 1970 von der Industriellenfamilie Quandt mit der Kuka GmbH zur IWKA AG (Industrie-Werke Karlsruhe Augsburg) zusammengelegt worden. 1980 ging IWKA an die Börse.

„Kuka steht für Innovations- und Technologieführerschaft“, begründete Vorstandschef Wiedemann die auch von Kleinaktionären begrüßte Umbenennung. Die 1898 gegründete Kuka (Keller und Knappich Augsburg) zählt neben den japanischen Anbietern Fanuc und Motoman sowie der schwedisch-schweizerischen ABB zu den größten Industrieroboter-Herstellern weltweit. Größter Aktionär ist der US-Investor Guy Wyser-Pratte mit gut 9 Prozent, der sich nach jahrelangem Streit mit dem Management Anfang 2007 mit seiner Forderung nach dem Verkauf der Verpackungstechnik-Sparte durchsetzte.

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