Hauptversammlung
Autozulieferer Beru hat Geld für Zukäufe

Dem Automobilzulieferer Beru geht es gut. Die Schulden sind niedrig, die Gewinne hoch. Geld ist also da, weshalb das Unternehmen nun an Zukäufe denkt.

HB LUDWIGSBURG. „Diese Bilanz gibt uns zudem die Möglichkeit, Akquisitionen, die unser Kerngeschäft sinnvoll ergänzen und eine mittel- bis langfristig vergleichbar hohe Ertragskraft mit sich bringen, weiterhin im Auge zu behalten“, sagte Beru-Vorstandschef Marco von Maltzan am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Ludwigsburg.

Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März bekräftigte der Vorstand der mehrheitlich zum US-Autozulieferer Borg-Warner gehörenden Gesellschaft, er erwarte ein prozentual hohes einstelliges Wachstum beim Umsatz sowie beim operativen Gewinn. Damit würde das Plus im gesamten Geschäftsjahr 2005/2006 nicht mehr so stark ausfallen wie noch im ersten Quartal. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres hatte Beru bei Umsatz und operativem Gewinn noch um jeweils 14,5 Prozent zugelegt.

Die vor allem im Erstausrüster-Geschäft mit den Herstellern tätige Beru rechnet dank der Dieselmarktentwicklung in Europa sowie mittel- bis langfristig guten Perspektiven in Nordamerika und Asien weiterhin mit einem „soliden Wachstum“ im Bereich Dieselkaltstart-Technologie. Bei der Zündungstechnik würden in diesem Geschäftsjahr unter anderem wegen neuer Produkte Absatz- und Umsatzsteigerungen erwartet. Deutliche Umsatzzuwächse peilt der Vorstand auch bei Innenraum-Heizsystemen und Sensoren an. Im Handelsgeschäft solle der Umsatz ebenfalls zulegen. „Wir sind angesichts einer starken Produktpipeline gut für das weitere profitable Wachstum gerüstet“, sagte Maltzan.

Die Aktionäre der im Kleinwertesegment SDax notierten Gesellschaft sollten auf der Versammlung unter anderem einer unveränderten Dividende von 1,10 Euro zustimmen. Beru will außerdem ein aus drei Quartalen bestehendes Rumpfgeschäftsjahr (bis 31. Dezember einrichten), um das Geschäftsjahr an das Kalenderjahr und das Fiskaljahr von Mutter Borg-Warner anzupassen. Der Turbolader-Spezialist hält etwa 69,5 Prozent der Beru-Aktien.

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