Hauptversammlung
Bauer muss nun doch Einbußen hinnehmen

Nun hat es auch die Bau- und Maschinenbau-Gruppe Bauer erwischt. Bisher schien das Unternehmen ganz ordentlich durch die Krise zu kommen. Doch gerade heute, wo sich die Aktionäre zur Hauptversammlung treffen, gibt es eine negative Überraschung.

HB SCHROBENHAUSEN. Die bislang glimpflich davongekommene Bau- und Maschinenbau-Gruppe Bauer ist von der Wirtschaftsflaute eingeholt worden. "Vor allem im Maschinenbau trifft uns die Krise deutlich stärker als erwartet", sagte der Vorstandsvorsitzende Thomas Bauer vor der Hauptversammlung in Schrobenhausen. Im zweiten Quartal hätten sich die Kunden deutlich stärker zurückgehalten als erwartet. "Unsere Prognose erweist sich als zunehmend ambitioniert, und aus heutiger Sicht werden wir sie sowohl bei der Leistung als auch beim Ergebnis nicht ganz erreichen können."

Im Gesamtjahr kalkulierte der Konzern bislang mit einem Rückgang der Konzernleistung um acht Prozent auf 1,4 Mrd. Euro und einem Abschmelzen des Überschusses auf das Niveau von 2007, das wäre ein Rückgang von zuletzt knapp 108 auf 74 Mio. Euro. Zum Halbjahresbericht, der am 14. August veröffentlicht wird, soll es eine neue Prognose geben. Die Aussicht auf ein allgemein schlechteres Abschneiden lastete aber schon jetzt auf der Aktie: Sie fiel am Morgen um 3,10 Prozent auf 27,52 Euro.

Bauer hatte sich in der Krise bislang gut geschlagen. Die Konzernleistung war im ersten Quartal sogar leicht gestiegen, der Auftragseingang indes bereits um die Hälfte gefallen. Auch der Gewinn litt merklich und fiel unterm Strich auf elf Mio. Euro. Robert Greil, Analyst bei Merck Finck sieht das Unternehmen trotz der Prognosesenkung mit seinen drei Standbeinen auch weiterhin vergleichsweise stark positioniert.

Noch Mitte Mai hatte Vorstandschef Peter Bauer die Jahresprognosen ausdrücklich bestätigt und nach Kundenveranstaltungen sogar einen Hoffnungsschimmer ausgemacht. Davon ist jetzt keine Rede mehr. Mittlerweile hat das Unternehmen den Großteil der Leiharbeiter abgebaut und bereitet sich auf Kurzarbeit in der Maschinenfertigung vor. Der Konzernchef beteuerte jedoch: "Betriebsbedingte Kündigungen stehen derzeit nicht an."

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