Hauptversammlung
Bayer verbreitet nur zaghaft Optimismus

Die Fußball-Profis von Bayer Leverkusen müssen in der Bundesliga-Rückserie in Düsseldorf antreten. Gewonnen haben sie hier bisher noch nicht. Ähnlich triste Stimmung herrscht heute in der Messehalle direkt neben dem Stadion, wo Bayer seine Hauptversammlung abhält.

HB DÜSSELDORF. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat seine Prognosen für das Gesamtjahr bekräftigt. „2009 überwiegen die Unsicherheiten, und es wird ohne Zweifel ein schwieriges Jahr“, sagte Konzernchef Werner Wenning am Dienstag in Düsseldorf auf der Hauptversammlung. „Doch wir fühlen uns gut aufgestellt und sind weiter relativ zuversichtlich.“

Mit Blick auf 2009 hält er es weiter für „zunehmend ambitioniert“, den Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf fünf Prozent zu begrenzen. Im Falle einer spürbaren Belebung des Geschäftes in der Kunststoffsparte sei ein Erreichen des Zieles aber weiter möglich. Der Umsatz dürfte auf etwa 32 Mrd. Euro sinken. Der Konzern hatte Ende April nach einem schwachen Jahresstart wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise seine operative Ertragsprognose gesenkt.

Insbesondere das Kunststoffgeschäft Material-Science (MS) verzeichnete im ersten Quartal wegen der Krise unerwartet starke Einbrüche, während das Gesundheits- und Pflanzenschutzgeschäft weiter wuchsen. Die Umsätze der ersten drei Monate hätten sich bei MS allerdings auf niedrigem Niveau stabilisiert, sagte Wenning. „Die Talsohle scheint somit erreicht.“

Erste Anzeichen einer „leichten Belebung“ der Nachfrage würden erkennbar. Allerdings sei dies bislang kein Signal für eine nachhaltige Besserung. Für MaterialScience sei im zweiten Quartal 2009 eine Verbesserung von Umsatz und Ergebnis gegenüber dem ersten Quartal zu erwarten. Für das Gesamtjahr werde ein positives EBITDA vor Sondereinflüssen angestrebt.

„Wir werden die Entwicklung – insbesondere des Marktumfelds für Material-Science – weiter beobachten und laufend analysieren“, sagte Wenning. Sicherlich werde es im Markt Restrukturierungen und Konsolidierungen von Produktionskapazitäten geben. Dem werde sich auch Bayer nicht entziehen können. Dabei werde mehr Flexibilität – bei den Löhnen, bei den Arbeitszeiten und bei den Einsatzorten benötigt.

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