Hauptversammlung bei Lanxess
Neuer Chef, alte Probleme

Mit neuem Vorstandschef will Lanxess zurück in die Gewinnzone. Auf der Hauptversammlung kündigte Zachert zwar Sanierungen an, genaue Pläne verrät er aber nicht. Nun droht auch noch ein Rechtsstreit mit seinem Vorgänger.
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KölnAufsichtsratschef Rolf Stomberg übergab ihm das Wort eher förmlich, der Applaus nach seiner Rede war verhalten: Lanxess ist mit seinem neuen Vorstandsvorsitzenden noch nicht ganz warm geworden. Matthias Zachert stellte sich den Aktionären mit der Sachlichkeit eines Finanzexperten – kein Wunder, er war schließlich sieben Jahre lang Finanzvorstand des Kölner Chemieunternehmens. Nach einer auswärtigen Station kehrte er im April dieses Jahres zurück – als Vorstandschef.

Zachert hat sich nicht gerade die beste Zeit für die Nachfolge des bisherigen Vorstandschefs Axel Heitmann ausgesucht. Lanxess steckt in der Krise. Der weltgrößte Hersteller von synthetischem Kautschuk für die Reifen- und Autoindustrie rutschte 2013 durch die Absatzkrise in der Autobranche und den Preisverfall auf den Kautschukmärkten in die roten Zahlen. Insgesamt verzeichnete Lanxess 2013 einen Verlust von 159 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern noch ein Plus von 508 Millionen Euro erzielt.

Zachert hat deshalb unmittelbar nach seinem Amtsantritt umfassende Umstrukturierungen angestoßen. „Die gegenwärtige Schwächephase müssen wir dazu nutzen, um uns neu auszurichten“, sagte er am Donnerstag vor den Aktionären.

Zunächst will er deshalb die Investitionen senken. Bislang investiere Lanxess zwischen sieben und acht Prozent seines Umsatzes, sagte Zachert. Insbesondere bereits im Bau befindliche Anlagen in China und Singapur belasteten die Bilanz. Zudem brachte er Betriebsschließungen ins Gespräch. „Wir analysieren die Profitabilität aller Produktionsstandorte“, zeitweise oder dauerhafte Stilllegungen seien möglich. Stattdessen will sich Lanxess künftig auch Partnerschaften öffnen. „Marketing-, Produktions- und Vertriebsallianzen“ seien möglich, so Zachert.

Mit weiteren Details hielt er sich zurück, diese sollen bis Ende des Jahres folgen. Auch auf Nachfragen der Aktionärsvertreter reagierte er verschlossen. „Über welche Partner sprechen wir hier?“, fragte etwa Jella Benner-Heinacher von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Das stünde noch nicht fest, man sei in alle Richtungen offen, antwortete Zachert sachlich-ausweichend.

Es wird für ihn nun darum gehen, bald Ergebnisse vorzulegen. Der Vertreter der Fondsgesellschaft Deutsche Asset und Wealth-Management brachte es auf den Punkt: „Herr Zachert, wir begrüßen Ihre ersten Schritte, erwarten jetzt aber auch weitere Fortschritte.“

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  • Also mich würde mal etwas ganz anderes interessieren: Aus den Berichterstattungen zum Thema "Villenumbau" geht hervor, das Herr Heitmann von Fachleuten, u. a. seinem Leiter Konzernsicherheit beraten wurde. Wer zieht denn diesen Herrn zur Verantwortung? Bei entsprechend kompetenter Beratung wären die Kosten mit Sicherheit nicht so hoch gewesen. Außerdem müssen die Rechnungen meines Wissens nach, gegengezeichnet werden?? Sollte hier der Leiter Konzernsicherheit seine Sorgfaltspflicht außer Acht gelassen haben?????

  • Manager soll verzichten? Dies wäre das Erste Mal, nach meinem Kenntnisstand und bring mein Weltbild ins wanken.

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