Hauptversammlung
Continental setzt ehrgeizige Wachstumsziele

Der Autozulieferer Continental setzt bei seinen Wachstumsplänen vor allem auf Asien. Unternehmenschef Manfred Wennemer hat auf der Hauptversammlung ehrgeizige Ziele vorgegeben. Auch Übernahmen sollen dabei helfen, sie zu erreichen.

HB HANNOVER. "Wir wollen dort an der absehbaren positiven Nachfrageentwicklung nach Automobilen partizipieren", sagte Firmenchef Manfred Wennemer am Freitag auf der Hauptversammlung in Hannover. "Bis 2015 wollen wir in dieser Region einen Umsatzanteil von 20 bis 25 Prozent erreichen." Heute sind es rund acht Prozent.

Conti hält ein jährliches Wachstum von fünf Prozent für "grundsätzlich erreichbar". 2011 könnte Conti so einen Umsatz von mehr als 30 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis (Ebit) von mehr als drei Mrd. Euro erwirtschaften. Der Geschäftsverlauf des ersten Quartals gebe dem Konzern Zuversicht, in diesem Jahr die Erlöse auf mehr als 26,4 Mrd. Euro zu steigern und eine bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) von mehr als 9,3 Prozent zu erreichen.

Angesichts der rapide gestiegenen Rohstoffkosten erwägt Conti weitere Preisanhebungen bei Reifen. Das erst seit kurzem profitable Reifengeschäft in Amerika laufe "erfreulich", sagte Finanzchef Alan Hippe. Die Conti-Aktie legte am Freitag um 2,5 Prozent zu. Eine Rückgabe von Geld an die Aktionäre lehnt der Konzern ab: "Wir wissen mit unserem Geld etwas Besseres anzufangen als Aktienrückkäufe", sagte Wennemer.

Zum Wachstum sollen auch weiterhin Übernahmen beitragen. Schwerpunkt seien dabei Bereiche, die nicht zur Erstausrüstung von Autos beitragen - also die Gummisparte ContiTech und das Ersatzreifengeschäft. "Es hat sich bewährt, die Abhängigkeit vom zyklischen Einflüssen unterworfenen Geschäft mit der Automobilindustrie zu begrenzen", sagte Wennemer. Durch die Übernahme der Siemens-Autoelektroniksparte VDO liege das Verhältnis von Erstausrüstungsgeschäft zum Rest bei 70 zu 30. Ziel sei eine Relation von 60 zu 40. Die Pkw- und Lkw- Reifen-Divisionen sowie ContiTech wolle der Konzern mit Zukäufen in Asien sowie Nord- und Südamerika stärken, sagte Wennemer. "Allerdings haben wir hier keine konkreten größeren Pläne, da der Schuldenabbau die absolute Priorität hat."

Zu den Trends, von denen sich Conti langfristig Wachstumsimpulse verspricht, zählen Sicherheitssysteme für das Auto, klimaschonende Technologie, IT im Auto und Billigfahrzeuge. Dabei profitiert Conti von der 2007 erfolgten, gut elf Mrd. Euro schweren Übernahme von VDO. Die Integration der Sparte will der Konzern im kommenden Jahr abschließen. Nach der angekündigten Trennung von der Sparte Kraftstoffsysteme seien keine weiteren Verkäufe geplant. "Die Nutzfahrzeugreifen stehen nicht auf dem Verkaufszettel", sagte Wennemer.

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