Hauptversammlung des Luxusmodekonzerns
Escada rechnet mit schwarzen Zahlen

Deutschlands größter Damenmode-Konzern Escada rechnet für das zum 31. Oktober endende Geschäftsjahr unterm Strich fest mit schwarzen Zahlen.

HB MÜNCHEN. „Unsere Prognose eines Konzerngewinns nach Steuern steht, und die Geschäftsentwicklung des Escada-Konzerns befindet sich nach den ersten fünf Monaten im Plan“, sagte Firmenchef Wolfgang Ley am Mittwoch laut Redetext auf der Hauptversammlung in München. Auf eine genauere Prognose wollte er sich nicht festlegen: „Es wäre schlicht nicht seriös, ihnen heute eine konkrete Größenordnung zu versprechen“, sagt er. Die Modemärkte seien zu labil.

Ley bekräftigte, der in der Sanierung steckende Damenmode-Anbieter erwarte einen währungsbereinigt stabilen Umsatz im Gesamtjahr. In den wichtigen Märkten USA, Osteuropa, Hongkong und Japan sei der Umsatz in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres prozentual zweistellig gewachsen. Der operative Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) solle zudem kräftig wachsen, fügte er hinzu. Die im SDax notierte Escada-Aktie notierte am Vormittag nahezu unverändert bei 15,32 €.

Das bayerische Traditionsunternehmen aus Aschheim bei München war im vergangenen Geschäftsjahr wegen schwacher Nachfrage nach Luxusmode tief in die roten Zahlen geraten, kehrte in den ersten drei Monaten seines Geschäftsjahres aber in die Gewinnzone zurück. Escada will sich von einem Fünftel seiner 4500 Mitarbeiter im Konzern trennen, um auch bei anhaltend schwacher Marktlage profitabel arbeiten zu können.

Personalvorstand Beate Rapp sagte, rund ein Drittel der betroffenen Mitarbeiter hätten Escada am Ende des ersten Quartals verlassen. 81 % seien über ihre Kündigung informiert worden. Das Unternehmen will zudem 20 Läden schließen, zwei Drittel davon bis Mitte des Jahres. Insgesamt will Escada 60 Mill. € sparen. Das Unternehmen hatte mit dem Einstieg der US-Beteiligungsgesellschaft HMD im letzten Jahr seine Kapitalbasis verbessert.

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