Hauptversammlung
Erstmals Frauen-Power bei Henkel

130 Jahre ist Henkel alt, aber das gab es noch nie: Bei dem Waschmittel-Hersteller hat demnächst erstmals eine Frau das Sagen. Die Henkel-Erbin Simone Bagel-Trah soll im September den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen. Außerdem äußerte sich Henkel zu den aktuellen Geschäftserwartungen.

DÜSSELDORF. Der Düsseldorfer Konsumgüterhersteller Henkel beruft eine Frau an die Spitze seines Aufsichtsrats. Die 40-jährige Ur-Ur-Enkelin des Firmengründers Fritz Henkel, Simone Bagel-Trah, soll im September Chefin des Kontrollgremiums und des mächtigen Gesellschafterausschusses werden, wie der bisherige Aufsichtsratschef Albrecht Woeste gestern bei der Henkel-Hauptversammlung in Düsseldorf ankündigte.

Woeste selbst will seine Ämter aus Altersgründen kurz vor seinem 74. Geburtstag niederlegen. Die Henkel-Familie hält mehr als 50 Prozent der Stammaktien des Dax-Konzerns und bestimmt damit den Kurs des Unternehmens, das im ersten Quartal wegen starker Einbußen in der Klebstoffsparte einen Gewinneinbruch hinnehmen musste.

Der Generationswechsel an der Konzernspitze begann bereits vor knapp einem Jahr, als der 47-jährige Däne Kasper Rorsted den langjährigen Henkel-Chef Ulrich Lehner ablöste. Rorsted will das Unternehmen, das sich auf die Bereiche Waschmittel, Körperpflege und Klebstoffe konzentriert hat, unbeschadet durch die Krise führen. Der Konzernchef hielt auch gestern unbeirrt an seinem Ziel fest, im Jahr 2012 eine Umsatzrendite von 14 Prozent zu erreichen. Im vergangenen Jahr lag sie noch bei 10,3 Prozent. Rorsted verspricht den Aktionären außerdem ein jährliches Gewinnwachstum pro Aktie von mehr als zehn Prozent.

„Das sind ambitionierte Ziele. Aber wir halten sie für realistisch und wir sind gut gerüstet, um sie zu erreichen“, sagte Rorsted. Der Henkel-Chef verwies in diesem Zusammenhang auf ein Sparprogramm, das der Hersteller von Persil, Pritt und Pattex bereits vor über einem Jahr auf den Weg gebracht hatte. Dem Restrukturierungsprogramm sind weltweit rund 3 000 Arbeitsplätze und zahlreiche Produktionsstandorte zum Opfer gefallen. Für das Sparprogramm hat Henkel im vergangenen Jahr etwa 500 Mio. Euro ausgegeben.Trotzdem erwirtschaftete der Konzern, der weltweit rund 55 000 Mitarbeiter beschäftigt, 2008 noch ein Betriebsergebnis in Höhe von 1,5 Mrd. Euro.

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