Hauptversammlung in Frankfurt
Merck steckt voller Optimismus

Der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck ist nach einem Rekordgewinn 2004 auch für das laufende Jahr zuversichtlich.

HB FRANKFURT. „Wir sind optimistisch, dass sich die gute Geschäftsentwicklung fortsetzt, und insbesondere bleiben wir optimistisch hinsichtlich der weiteren Entwicklung von Erbitux und der Flüssigkristalle,“ bekräftigte Konzernchef Bernhard Scheuble am Donnerstag vor seinen Aktionären auf der zehnten Hauptversammlung des Unternehmens in Frankfurt.

Dank ihres neuen Krebsmittels Erbitux und des florierenden Flüssigkristallgeschäfts hatten die Darmstädter im vergangenen Jahr ihren Gewinn mehr als verdreifacht. Damit schloss der Traditionskonzern nach eigenen Angaben das erfolgreichste Jahr seiner 336-jährigen Geschichte ab.

Die im Nebenwerteindex MDax notierte Merck-Aktie lag am Donnerstag 1,3 Prozent im Plus bei 54,60 Euro. Der MDax gewann 0,35 Prozent auf 5679 Punkte.

„Merck geht es gut“, sagte Scheuble in seiner Rede an die Aktionäre. Ihnen soll für 2004 eine Dividende von 80 Cent und ein einmaliger Bonus von 20 Cent gezahlt werden. Für 2003 hatte Merck insgesamt 80 Cent je Aktie an die Anleger ausgeschüttet.

Nachdem der einstige Umsatztreiber der Pharmasparte, das Diabetes-Medikament Glucophage, die harte Konkurrenz günstiger Nachahmerpräparate zu spüren bekommt, setzt Merck stärker auf die Produkte seiner noch jungen Krebssparte. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern Erbitux in Europa auf den Markt gebracht. Das Mittel ist derzeit der größte Hoffnungsträger der Pharmasparte, 2004 setzte der Konzern damit 77 Millionen Euro um. Weltweit kann Erbitux nach früheren Aussagen Scheubles ein Milliardenprodukt werden - ein so genannter Blockbuster.

In der Chemiesparte profitierte Merck von der starken Nachfrage nach Flüssigkristallen. Merck ist Weltmarktführer bei Flüssigkristallen, wie sie in TV-Flachbildschirmen, Notebooks und in Handy-Displays zum Einsatz kommen. 2004 hatte das Flüssigkristallgeschäft ein Boomjahr erlebt und seinen Umsatz um ein Drittel auf 583 Millionen Euro gesteigert. Der operative Gewinn in dem Geschäft nahm 37 Prozent auf 299 Millionen Euro zu.

Merck hatte sich 2004 von seinem Unternehmensbereich Labordistribution getrennt. Bereinigt um den Verkauf stieg 2004 der Konzernumsatz um 6,7 Prozent auf 5,339 Milliarden Euro. Der Konzern beschäftigt derzeit rund 29.000 Menschen und ist in 52 Ländern tätig.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%