Hauptversammlung in Hannover
Conti will auf der linken Spur bleiben

Seit zwei Jahren fährt Continental - anders als die meisten seiner aus der Automobilindustrie - auf der Überholspur, weil sich der Konzern zunehmend von der schwachen Pkw-Nachfrage abgekoppelt hat. Und der Reifenhersteller sieht sich nach einem erfolgreichen Auftaktquartal auch im Gesamtjahr auf Kurs, den Betriebsgewinn weiter zu steigern. Der vorzeitigen Vertragsauflösung von Conti-Vize Ziebart wurde derweil zugestimmt.

HB HANNOVER. „Die Ergebnisse des ersten Quartals sind Beleg dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte Vorstandschef Manfred Wennemer am Freitag auf der Hauptversammlung in Hannover. „Und ich kann Ihnen versichern, auch der April war nicht schlechter“, fügte der Conti-Chef hinzu. Für 2004 erwartet die Nummer Vier im weltweiten Reifengeschäft ein höheres operatives Ergebnis - allerdings vor Restrukturierungsaufwendungen für das defizitäre Pkw-Reifengeschäft in Nordamerika.

Die Continental AG fährt seit zwei Jahren anders als die meisten ihrer Kunden aus der Automobilindustrie auf Erfolgskurs, weil sich der Konzern wegen des steigenden Einsatzes von Elektronik sowie des starken Reifenersatzgeschäfts von der schwachen Pkw-Nachfrage abgekoppelt hat.

Außerdem hat der Konzern unter Wennemer eine Restrukturierung eingeleitet, in deren Rahmen mehrere Werke geschlossen und Produktionskapazitäten in Billiglohnländer verlegt wurden. Für Kritik hatte Wennemer kürzlich mit der Ankündigung gesorgt, langfristig werde die Reifenproduktion aus Deutschland ganz verschwinden.

Mit der Übernahme des Hamburger Konkurrenten Phoenix will Continental zudem seine Tochter ContiTech zu einem weltweit führenden Anbieter von Kautschuk- und Kunststofftechnologie machen. Wennemer äußerte sich vor den Aktionären erneut zuversichtlich, wie angestrebt bis zum 28. Juni mehr als 75 % der Anteile an Phoenix zu erhalten.

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