Hauptversammlung
Solarworld-Chef wettert gegen Atomkonzerne

Der Chef des Photovoltaik-Unternehmens Solarworld preist die Solarenergie als günstigere Alternative zum Atomstrom an. Unter dem Beifall der Aktionäre rechnet Frank Asbeck in Bonn mit den Atomkonzernen ab.
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Bonn

Der Chef des Photovoltaik-Unternehmens Solarworld, Frank Asbeck, hat die Solarenergie als eine günstigere Alternative zum Atomstrom angepriesen. Unter Einbeziehung aller Kosten, also auch der mit Atomunglücken verbundenen Ausgaben, koste der Strom aus Solaranlagen nur ein Zehntel des Atomstroms, rechnete der Vorstandschef am Dienstag bei der Hauptversammlung in Bonn den Aktionären vor. Die Erneuerbaren Energien seien nicht mehr unbedeutend. Während derzeit nur 4 von 17 Atomkraftwerken liefen, trügen die Erneuerbaren zu einer stabilen Energiezufuhr bei.

Asbeck äußerte sich zuversichtlich, die schwache Nachfrage auf dem Heimatmarkt durch den Ausbau des Auslandsgeschäftes - vor allem in den USA - wett machen zu können. Unter dem Beifall der Aktionäre nutzte Asbeck seinen Auftritt auf der Hauptversammlung für eine Abrechnung mit den Atomkonzernen. Er wetterte mit Verweis auf das RWE-Logo "VoRWEg gehen": "Vorweg zu gehen hat ja keinen Sinn, wenn man in die falsche Richtung geht." Die Reaktorunglücke in Tschernobyl und Fukushima bewiesen, dass die Atomkraft unkalkulierbare Risiken berge und immense Kosten verursache. "Die Atomkraft ist definitiv keine Brücke, sondern eine Sackgasse", sagte Asbeck.
"In 50 Jahren ist eh alles solar, und wir werden in diese Richtung arbeiten." Asbeck versprach den Aktionären ein weiterhin starkes Wachstum der Solarindustrie. "Unsere Brücke hat mehr die Form einer steilen Treppe." Solarworld erwartet eine Steigerung der weltweiten Modulnachfrage von 20 Gigawatt (GW) im Jahr 2010 auf 100 GW bis 2020. Bis dahin werde die Branche die Größe der Halbleiterindustrie übertroffen haben. Für Deutschland rechnet das Unternehmen bis zu diesem Zeitpunkt mit 70 GW, die Systemkosten sollen bis 2020 nur noch halb so hoch sein.

Das ist auch nötig - auf der Branche lastet ein immenser Margendruck. Die Preise für Module sind im ersten Quartal bereits um 25 Prozent zurückgegangen, weitere Abschläge sind zu erwarten. Grund ist die starke Konkurrenz aus Asien. Aber auch politische Eingriffe in Deutschland und auf den anderen großen europäischen Märkten haben zuletzt die Nachfrage gebremst. Solarworld konnte diesem Trend im ersten Quartal ein starkes Auslandswachstum entgegensetzen
und somit anders als viele Wettbewerber einen steigenden Gewinn ausweisen.

Aktionärsvertreter fordert höhere Dividende

Der Konzernchef erteilte Kritik von Aktionärsschützern eine Absage, wonach die angestrebte Dividende von 0,19 Euro mit einer Ausschüttungsquote gemessen am Gewinn von 23 Prozent zu niedrig sei. Er bezeichnete die Dividende als angemessen. Dies sei seine Meinung als Vorstandschef, als Großaktionär - Asbeck hält
27,8 Prozent - hätte er auch gerne mehr gehabt.

Solarworld sieht sich trotz etwa zehn Prozent höherer Preise im Vergleich zur Konkurrenz aus China gerüstet für den Wettbewerb. Die Belieferung mit dem Rohstoff Silizium sei langfristig gesichert. Zudem erwartet Asbeck, dass ein Gutteil der Kostenvorteile der chinesischen Produzenten, etwa für Personal und Energie, in den kommenden Jahren angesichts des schnellen Wirtschaftswachstums in der Region hinfällig werden könnten.

Eine Plakat-Aktion, mit der das Solar-Unternehmen den Werbeslogan des zweitgrößten deutschen Energieversorgers RWE verulkt und dafür eine Einstweilige Verfügung kassiert hatte, bezeichnete Asbeck als "Kinderstreich", dessen Konsequenzen er einkalkuliert habe. Die Kosten dafür hätten bei unter 5.000 Euro gelegen. Dem stehe aber eine Werbewirkung im Wert von 50 Millionen Euro gegenüber. So habe etwa das Museum "Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland" das Plakat als historisches Dokument für sein Archiv angefordert.

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  • Wer sein Geschäft nur mit Subventionen betreibt und Firmenvermögen nur mit unterlassenen normalen Dividenden aufbaut, sollte den Mund nicht so weit aufreißen. Beim Kauf dieser Aktien hätte ich dies stärker berücksichtigen müssen und mir wäre ein Verlust von bisher 40% erspart geblieben. Auch hätte ich spätestens dann stutzig werden müssen, daß der Solarworld-Vorstandsvorsitzende mal eben aus eingesparten Dividenden Opel-Deutschland kaufen wollte. Aus dem Holz muß man heutzutage geschnitzt sein, um keine Kopfschmerzen zu bekommen.

  • Zur Haftpflichtversicherung für AKWs:
    Die Siede- und Druckwasserreaktoren aus den 70iger Jahre wurden damals im Zuge der Ölkrisen auf politischem Wunsch errichtet. Die Versicherungsfrage war insoweit nicht relevant, denn der Staat wollte ja die Letzthaftung übernehmen um nicht durch die Scheichs erpressbar zu sein.

    Neueste Reaktortypen mit Core-Catcher-Technologie oder Hochtemperaturreaktoren (sog. Generation-IV-Reaktopren) können Umweltverstrahlungen infolge von Kernschmelzen ausschließen. Solche Reaktoren werden derzeit in China gebaut, sowie in Finnland und Frankreich. Für diese Anlagen werden Industrieversicherungen marktübliche Versicherungspolicen anbieten, deren Kosten etwa denen in der chemischen Industrie entsprechen. Das wird in der öffentlichen Diskussion verschwiegen. Was wir in der BRD brauchen, sind neueste Reaktortypen, die für 1,2 Cent pro kWh Ökostrom wirtschaftlich erzeugen. Was wir nicht brauchen, ist der Schwachsinn von Windrädern, Solarplatten und ähnlichem Subventionsschwachinn der die Taschen der Ökomaffia füllt und zur Deindustrialisierung der BRD führt.


  • Asbeck lügt. In den Operationssälen unserer Krankenhäuser liegen zu jedem Zeitpunkt Zehntausende von Patienten, die mit dem Tod oder erheblichen Unbilden rechnen müssen, wenn der Strom ausfällt. Und Asbeck kann mit dem gesamten von ihm verkauften Brimborium nicht einmal ein einziges Watt planbarer elektrischer Leistung bereitstellen. Wer in Solaranlagen oder -Aktien Geld investiert, ist selbst schuld.

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