Hauptversammlung
Stada hofft auf wirtschaftliche Erholung in Russland

Für den Arzneimittelhersteller Stada ist Russland der zweitgrößte Markt nach Deutschland. Dementsprechend setzt er auch auf eine Erholung des so wichtigen Landes. Mittelfristig werde das Russlandgeschäft wieder wachsen.
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FrankfurtDer Arzneimittelhersteller Stada setzt auf eine Erholung des wichtigen russischen Markts. Das Unternehmen werde „definitiv“ an seiner Osteuropa-Strategie festhalten, sagte Stada-Chef Hartmut Retzlaff am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Frankfurt. Stada sei überzeugt, „dass eine Normalisierung der dortigen politischen Situation auch eine wirtschaftliche Erholung nach sich ziehen wird“, sagte Retzlaff. Russland ist für das Unternehmen aus Bad Vilbel bei Frankfurt der zweitgrößte Markt nach Deutschland. Auch in anderen osteuropäischen Ländern wie Serbien ist Stada stark vertreten.

Stada bekommt die Auswirkungen der Ukraine-Krise deutlich zu spüren und hatte daher im März seine Prognose gesenkt. Politische Unruhen würden von der russischen Bevölkerung viel ernster genommen als hier wahrgenommen werde, sagte Retzlaff am Mittwoch. „Darüber hinaus halten sich viele Russen mit ihrer Nachfrage nach bestimmten Gütern zurück, weil sie wachsende Teile ihres Einkommens für ihre Grundversorgung aufwenden müssen“, sagte der Manager.

Medikamente des Konzerns werden dort überwiegend aus eigener Tasche bezahlt - der Selbstzahler-Anteil am Umsatz liegt bei etwa 93 Prozent. Retzlaff zufolge lässt sich noch nicht vorhersagen, wie lange die wirtschaftliche Lähmung in Russland noch anhalten wird. Russland werde aber mittel- und langfristig wieder zu den Wachstumsmärkten zählen.

An der gesenkten Prognose für dieses Jahr hielt Stada fest. Retzlaff rechnet 2014 mit leichten Zuwächsen bei Umsatz, beim bereinigten operativen Ergebnis (Ebitda) sowie beim bereinigten Konzerngewinn. Stada will auch in Zukunft seine Geschäfte mittels Zukäufen erweitern. Aktuell stehe das MDax-Unternehmen in Verhandlungen „über einige vielversprechende Transaktionen“, sagte der Manager. Ein neues Kostensenkungsprogramm plane das Unternehmen momentan nicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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